simplicity – einfach bauen

simplicity – einfach bauen

Transkript

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00:00:00: Wir werden auch ganz stark mit das Material

00:00:02: gerecht

00:00:03: bauen.

00:00:03: Also welches Material ist perfekt für diese Bauaufgabe geeignet, sowohl unter ökonomischen als auch ökologischen Aspekten?

00:00:12: Der momentane Antrieb oder der Sockel unseres Kostenproblems sind die Standards und Ansprüche.

00:00:18: Und sie sind angewachsen und wir haben das Vermögen eingebüßt einzuschätzen was die Definition von Standards und Ansprüchen für Auswirkungen auf die Kosten im Wohnungsbau haben.

00:00:32: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Simplicity einfach bauen!

00:00:36: Mein Name ist Rebecca Potgüter, Head of Communications bei HPP Architekten Und in diesem Podcast spreche ich seit inzwischen fünf Jahren mit Menschen, die das Bauen in Deutschland prägen.

00:00:47: Fünf Jahre, indem wir eine einfache Frage immer wieder neu gestellt haben Wie bauen wir so das Architektur maßvoll?

00:00:56: und respektvoll dem Menschen, der Gesellschaft und auch den Planeten dient.

00:01:02: Und sich nicht in Komplexität verstrickt!

00:01:05: Die heutige Folge ist eine besondere.

00:01:07: Wir blicken zurück auf fünf Jahre Gespräche über das einfache Bauen – und wir haben etwas mitgebracht dass aus all diesen Gesprächen unter anderem entwachsen ist.

00:01:17: Kein eigenes Prinzip kein weiteres Plädoyer sondern ein konkretes Haus Das typen Gebäude einfach ist Bauen.

00:01:25: Entwickelt von KS Original gemeinsam mit der Projektgemeinschaft Redante Hauenarchitekten und StammerInnen-Architektur, auch der Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen.

00:01:37: Wir zeicheln heute den Hannover auf Sitzen hier in einem Kalksandsteingebäude Und das ist der Sitz von Ks Original dem markenverbund mittelständischer Kalksansteinhersteller in Deutschland.

00:01:50: Wir sind also genau dort, wo dieses Projekt seinen Ausgang genommen hat.

00:01:55: Nicht nur das Typengebäude über das wir gleich sprechen sondern eben auch dieser Podcast und ich freue mich sehr über gleich drei Gäste heute.

00:02:04: Das ist zum einen Peter Thysing der Geschäftsführer von KS Original Der uns durch den Rückblick begleitet Und von der ersten Idee des Formats bis zum fertigen Typengebäude führen kann.

00:02:17: Nikola Fölsch und Thorsten Hauen, die als Architekt-Tinnen aus Hamburg und in den Architekten aus Lüneburg für das gestalterische und konstruktive Konzept des Typenhauses verantwortlich zeichnen.

00:02:31: Wir sind ganz gespannt und schön dass ihr alle hier seid!

00:02:34: Ja sehr schön.

00:02:34: wir freuen uns auch zu dieser besonderen Sendung mehrere Gäste zu haben.

00:02:39: Genau heute sind wir ein voller Stärke hier.

00:02:45: Peter, lass uns mal zurückblicken.

00:02:47: Fünf Jahre Podcast, sechsundzwanzig Folgen!

00:02:51: Wenn du zurückblickst was sind denn deine Highlights?

00:02:55: Ja meine Highlights sind auf jeden Fall die Gesprächspartner und die ganzen Impulse die wir darüber bekommen haben.

00:03:01: also es war so unterschiedlich aus welchen Blickwinkeln wir das einfache Bauen betrachten und wir haben gesehen dass ist wirklich Ja, auch anhand des Lebenszyklus ist das Gebäude irgendwie festzumachen.

00:03:14: Also wir fangen beim Entwurf an und müssen uns Gedanken machen im Vorfeld was wollen wir?

00:03:20: Was muss das Gebräule können?

00:03:21: Wie ist es Richtung materialgerechte Planung?

00:03:24: also es fängt ganz klar im Entwurf angeht über den Betrieb des Gebäudes die Nutzungen bis hin zum Rückbauen.

00:03:31: Das muss alles durchdacht sein.

00:03:33: Und dass vor dem Hintergrund des einfachen Bauns.

00:03:36: und ja Einfaches bauen ist im Prinzip wie ein Lernprozess, den wir da auch mitgemacht haben.

00:03:42: Also es ist ja kein Prozess wo man sagen kann das ist jetzt ein Gebäude, es ist einfaches Bauen und so ist es.

00:03:47: Das sind Leitfaden.

00:03:49: Nee, dass es nicht sondern es gibt so viele Punkte an denen man drehen kann und das ist immer noch sehr individuell.

00:03:55: was muss das Gebäuden leisten?

00:03:57: Und wir haben's ja wirklich bis hin zu der jüngsten Folge oder in beiden Jüngstenfolgen, dass wir uns vom Gebäud gelöst haben, wenn die Stadtplanung reingegangen sind in die Baukultur.

00:04:09: Was bedeutet das?

00:04:11: Und dass es schon wirklich großartig was da an Input entstanden ist.

00:04:16: Definitiv kann ich bestätigen.

00:04:18: Gibt es denn auch Dinge, die ihr als Verband konkret mitnehmt?

00:04:24: Ja also gerade dieses Öffnen für Themen.

00:04:27: Dass nicht alles aufhört beim Herstellen eines Produktes, eines Baustoffes sondern dass wir uns weit darüber hinaus entwickeln und überlegen, wo wird dieser Baustoff eingesetzt?

00:04:40: Wie wird da eingesetzt was muss er leisten können.

00:04:42: Welche Vorteile hat der?

00:04:44: natürlich das ist ganz klar.

00:04:46: aber welche Bedeutung hat er auch für die Stadtplanen für die Baukultur also und vor allen Dingen bauen wir ja für Menschen Und was leistet er für Menschen in diesen Wohnungen in diesem Gebäuden

00:05:00: Leben.

00:05:01: Das eine ganz wichtige Aufgabe glaube ich dass wir wissen, wofür wir es machen und nicht nur einfach Produkte erstellen.

00:05:11: Wenn du so an die frühen Folgen denkst... Ich meine fünf Jahre ist eine ganz schöne Zeit!

00:05:16: Was sind denn die Dinge, die sich in der Debatte seither verschoben haben?

00:05:20: Aus meiner Sicht ist das ja fast ein bisschen vom Nischen-Thema zum Gebot der Stunde geworden.

00:05:25: Ja, das richtig.

00:05:27: Also wir haben ja, ich glaube Februar ein, zwanzig hatten wir die erste Folge Die Auftaktfolge, damals mit Herrn Feldmayer ja noch bei HPPR Architekten war.

00:05:36: Und das war schon sehr interessant, dass wir da mal aufgerissen haben, wie viele Normen haben wir?

00:05:43: Was sind die Herausforderungen beim Bauen?

00:05:46: und wir haben, ja, zwanzigzwanzig haben wir zusammen mit Brandrevier unserer Agentur, PR-Agentur damals auch überlegt gerade vor den Erfahrungen aus Corona heraus Diesen ganzen Thema, wie viele Normen gibt es?

00:06:02: Wie komplex ist das Bauen geworden.

00:06:05: Dass wir da schon auch überlegt haben, wie können wir halt mit Kalk Sandstein dieses ganze Thema aufreißen und vereinfachen?

00:06:14: Da kam dann der Gedanke, dass wir diesen Podcast ins Leben rufen, was wir dann ein-zwanzig mit dir und damals noch am Anfangs mit dem Rolf Maurer wirklich durchgeführt haben.

00:06:28: Und da haben wir frühzeitig dieses Thema besetzt, ich glaube Professor Nagler kam mit dem Nährstuhl für Einfaches Bauen relativ zeitgleich auf

00:06:39: und

00:06:40: seitdem hat sich wirklich ein wahnsinniges Bewusstsein entwickelt wie diese Komplexität aufgelöst werden muss.

00:06:48: also Ich glaube ursprünglich so, auch aus dem Gedanken der Nachhaltigkeit heraus.

00:06:53: Welche Materialien können verwendet werden?

00:06:55: Welche Produkte werden verwendete die vielleicht nicht mehr diese Komplexität haben?

00:07:00: weil nicht jedes Produkt muss alles leisten können und das war auch ein Gedanke in Richtung Kalk Sandstein.

00:07:05: also klar wir können Stadik Wir können Tragfähigkeit Stadikt Schallschutz Brandschutz Wärmespeicherfähigkeit aber Wir müssen halt nicht alles können, aber das was wir leisten im Gebäude führt auch zu einer Vereinfachung in der Konstruktion.

00:07:22: Und das waren für uns diese Punkte wo wir

00:07:26: wirklich

00:07:27: das Thema gut verknüpfen können mit dem was im Markt wichtig ist.

00:07:31: und dann kam natürlich Thema Gebäudetyp D auf.

00:07:36: dadurch hat es noch mal eine ganz andere Dynamik bekommen im Markt durch die Architekten Kammer Bayern dann auch, dass es bis in die Politik hinein gewirkt hat.

00:07:47: Und ja, das ist ein absolutes Thema geworden

00:07:51: und

00:07:52: Planungsgrundlage.

00:07:55: Ja, die Debatte ist definitiv wesentlich größer und raumgreifender geworden auf allen Ebenen im Prinzip von der Planung bis in die Politik.

00:08:03: Und es wundert ja auch nicht denn die Bauwerkskosten und Herstellungskosten sind seitdem einfach um über fünfzig Prozent gestiegen.

00:08:09: also ist das natürlich auch ein wichtiges Thema eben aus allen Perspektiven heraus nicht nur ein Haltungsthema sondern einfach eine wirtschaftliche Notwendigkeit.

00:08:18: deswegen ist es schön dass wir schon so lange darüber sprechen.

00:08:22: Tatsächlich ja, also ihr habt einige Learnings aus unseren Gesprächen mitgenommen und habt daraus tatsächlich eine Art Plädoyer verfasst.

00:08:33: Willst du uns da zu was erzählen?

00:08:35: Ja auf jeden Fall!

00:08:36: Und zwar haben wir die ganzen Erfahrungen Pulse, die aus den Folgen herauskamen wirklich auch nochmal ausgewertet und reflektiert Und auch zusammen mit den ganzen Diskussionen, die im Bereich der Beutetype E laufen.

00:08:50: Wo ja ganz viele rechtliche Themen dort sind und haben aus diesem Input einen Manifest entwickelt.

00:08:58: Der Podcast ist ja diskursiv.

00:09:01: also wir haben viele Expertinnen und die zu Themen dann ihre Meinung äußern und dieses Manifeste zieht eigentlich so ein paar Prinzipien raus, die wirklich die Haltung.

00:09:14: vermitteln.

00:09:15: Und wir können ja auch das Manifest nochmal in den Schoenplatz verkippen und da kann man wirklich auch so vielleicht vier Gebiete rausziehen, die für dieses Thema relevant sind und das eine ist auf jeden Fall wofür wir bauen und dass vielleicht so dieser ethische Aspekt auch in der ganzen Diskussion also wir bauen für Menschen den Entwurf in einer Ausführung in allen Widerspiegeln.

00:09:47: Dann das Thema, was bauen wir?

00:09:50: Welche Verantwortung haben wir da und dass es auf jeden Fall auch auf der Gebäudebene und das für den Planungsaspekt dort berücksichtigen.

00:09:59: dann wie bauen wir?

00:10:01: Das geht auch ganz klar an die Verantwortungen, die Nachhaltigkeit in die Landlebigkeit, die wir brauchen in den Gebäuden.

00:10:08: Und der vierte Punkt ist dann mit Sicherheit womit bauen wir?

00:10:10: und das geht dann ins Thema Materialität.

00:10:14: mit welchen Materialien bauen wir, welche Verantwortung haben wir da und wie können wir dann auch über das materielle die ganze Konstruktion vereinfachen.

00:10:24: Und was war deine Lieblingsfolge von den bisherigen fünfundzwanzig?

00:10:28: Die heutige Nummer sechsundzwanzigt darf natürlich noch nicht mit gefällt werden!

00:10:32: Genau aber es ist wirklich schwer zu sagen eine Lieblungsfolge weil sie alle so unterschiedlich waren und alle irgendwo Aspekte haben wo ich sage wow Genial.

00:10:42: Also, Ano Lederer war für mich natürlich ein Highlight und das wir ihn noch als erstes mit drin haben aber auch Professor Eberhe mit seinem Gebäude

00:10:53: und

00:10:55: also ohne Heizung, ohne Gefühlen.

00:10:57: Das waren Tolle Impulse, Elisabeth Endres, Martin Dückstern wirklich so von der... Als

00:11:03: Architekt- und Philosoph?

00:11:04: Genau,

00:11:04: ich habe mich von dieser Seite betrachtet.

00:11:07: Jetzt habe ich die jüngste Folge mit.

00:11:10: eine der jüngsten Folgen mit Christoph Meckler auch nochmal aus einem ganz anderen Blickpunkt, was ganz beleuchtet ist aus der stadtplanerischen Ebene heraus.

00:11:21: Ja also es war ein... ich kann's nicht sein!

00:11:24: Was ist meine Lieblingsfolge?

00:11:25: Ich denke mir, tatsächlich muss ich jetzt mal zugeben nach sehr vielen Folgen.

00:11:29: Nach der Aufnahme.

00:11:30: Oh!

00:11:30: Ich glaube das ist meine neue Lieblungsfolge und bei der nächsten denke ich dann wieder.

00:11:35: Ich habe auch immer die Frage nachgedacht und kann es auch nicht verantworten weil ich eben alle ja... Es gibt so wahnsinnig viele Folgen mit ganz tollen Menschen, die tolle Impulse einbringen Und es gibt so Sätze, die einfach hängen bleiben.

00:11:48: Anna Herringer hat zum Beispiel gesagt Das ist einfach das nämlich mit.

00:11:51: Wir müssen uns allen immer ein Stück weit aus dem Fenster leben Also eben dieses, wir müssen ein bisschen Risiko eingehen.

00:11:56: Wir müssen uns trauen die Dinge zu probieren und zu machen sonst funktioniert das nicht.

00:12:01: Die Dilek Ruf hatte das anders formuliert mit wir dürfen nicht immer in unserer Vollkasko-Mentalität verharren und uns auf alles berufen und ausrunden auf dem was wir haben.

00:12:12: also da gab es ganz viele Impulse in diese Richtung und ich denke aber auch immer an Professor Lederer zum Beispiel zurück der gesagt hat Fortschritt ist nicht immer Verbesserung.

00:12:23: Das ist auch was, was ich für mich tatsächlich ziemlich ja mir eingeträgt habe weil ich denke da hat er recht, wir müssen manchmal auch kritisch reflektieren und Klarheit darüber schaffen was der eigentliche Mehrwert jetzt von diesem Fortschritt ist und wenn der Mehrwert nicht erkennbar ist muss man das einfach auch mal vielleicht einfach noch mal überprüfen.

00:12:47: Und genau da sind wir eben wieder beim Thema

00:12:49: ein bisschen einfacher.

00:12:53: In diesem Kontext gesagt, wir dürfen unsere Gebäude nicht an eine Herzlungenmaschine anschließen also wo es dann um Techniken die reduziert werden sollte und abgestimmt werden sollt aus Gebäuden.

00:13:04: Also ja das waren wirklich sehr gute Folgen dabei.

00:13:08: Das denke ich auch, also für alle Hörer die noch nicht alle gehört haben.

00:13:11: Mal durchstöbern!

00:13:13: Genau weil ich denke prinzipiell Thema Einfachheit das ist eben kein Weglassen aus Bequemlichkeit.

00:13:20: Das war eigentlich unisono finde ich in jedem Gespräch spürbar.

00:13:23: es ist eine Haltung die eine sehr große Disziplin verlangt und deswegen ist es eben manchmal schwieriger Als man denkt, das einfachste Gebäude zu machen.

00:13:32: Aber es gibt Menschen die sich damit intensiv beschäftigen und das auch probieren.

00:13:36: Und jetzt möchte ich an euch beide mich wenden Nikola und Thorsten.

00:13:42: Ihr habt tatsächlich aus dieser Haltung von der wir gerade schon gesprochen haben, die auch formuliert wurde ein Gebäudegemacht ganz plakativ gesagt erläutert doch bitte einmal für unsere Zuhörerinnen was genau das Typenhaus eigentlich ist.

00:13:58: Das Typenhaus ist ein Gebäude, wo wir einen Gebäudekörper vorgelegt bekommen haben in seinen Ausmaßungen.

00:14:07: Und wir sollten jetzt in diesen Abnäsungen ein Wohnungsbaustylus herstellen, der halt den Landesbauordnung, den Sozialförderumsprogramm entspricht und alles andere wurde so ein bisschen weggelassen.

00:14:23: Wir wussten nicht, wo steht Steht baulig im Umfeld.

00:14:26: Das war sozusagen eine Planung auf dem weißen Papier, so dass eigentlich ein Ergebnis rausgekommen was jeder Architekt eigentlich kennen müsste nämlich das wir versucht haben möglichst eine Konstruktion herzustellen wo die Kräfte von oben nach unten irgendwie einfach abgeleitet werden sodass sie da keine großen Versprungen haben und damit natürlich schon einen einer eblichen Reduzierung der Baukosten schaffen können.

00:14:54: Wir haben noch zusätzlich versucht, dass wir natürlich ein bisschen architekten und unsere erste Aufgabe ist eigentlich Raum zu schaffen.

00:15:04: Und im Wohnungsbau gibt es unseres Erachtens nur einen Raum der wichtig ist – das ist der Treppenraum!

00:15:12: Der Treppenraum ist das kommunikative Element dieses Hauses, wo mehrere Menschen zusammenwohnen und sich begegnen.

00:15:19: Das ist der soziale Raum.

00:15:20: Dort sollte auf jeden Fall auch genügend Platz sein dass man da mal ein Schwätzchen halten kann.

00:15:27: Wenn das ist, dann ist es so zu sagen, dass auch die Menschen anfangen, vielleicht ihr Haus mal zumögen und dort länger verweilen.

00:15:35: Und das vielleicht auch ... Ich würde mir ja sehr hochgraben sein, aber was das Haus wieder so für die auch zum Schatz wird, ist zu pflegen und dadurch eine längere Lebenszeit erfahren

00:15:49: kann.".

00:15:50: Ihr habt euch, ich meine es erachtens auf ein bereits gebautes Gebäude referenziert.

00:15:56: Ja,

00:15:57: ist

00:15:57: das nicht gebaut?

00:15:59: Nicht gebaut aber...

00:16:00: Das war die Vorgabe also im Prinzip deswegen auch diese Ausmaße, die wir praktisch nicht verändern durften was halt wahnsinnig spürig war.

00:16:10: Nicht zu sagen ich kriege nochmal fünfzig Zentimeter mehr weil dann würde ich vielleicht bessere Wohnungstypen hinkriegen.

00:16:18: Das war schon eine Herausforderung.

00:16:20: Und dann haben wir, wie Thorsten gerade sagte eben auch geguckt, dass alle Installationen halt übereinander liegen und möglichst noch Einschacht gebraucht wird – Bieder- und Küche sozusagen Wacke an Wackel damit wir da keine Zirkulationsleitungen zusätzlich brauchen sondern da auf Schulmaterial einsparen können, Hygieneverordnung usw.. Das war natürlich mit den Vorgaben sozialer Ruhungsbau Schleswig-Holstein immer etwas schwierig abzustimmen, wenn Quadratmeter plus barrierefrei und so weiter.

00:17:01: Wenn man eben nicht irgendwo mal fünfzig Zentimeter größer werden darf.

00:17:05: Also das Bundesland wurde festgelegt?

00:17:07: Der genaue Ort nicht!

00:17:09: Wir haben anfangs versucht alle Bundsländer miteinander zu vergleichen und es war Katastrophe.

00:17:17: Also das ist allgemeine Katastrophe.

00:17:19: Die merke ich auch immer wieder, dass das einfach selbst schon die Unterschiede zwischen Schäfigeutschern, Niedersachsen und was Dachgeschoss, was Auslegung der G-Az, der GFZ allen geht.

00:17:29: Das ist derart unterschiedlich, dass man da schon manchmal sich ein bisschen konzentrieren muss in welchem Bundesland.

00:17:36: Und wenn man dann ein reinheitliches Haus planen möchte wird dann schwer.

00:17:40: Das wird dann zu schwer.

00:17:42: Man muss auch sagen wir hatten diese Abmessungen weil wir waren von Ja, jetzt hoffen wir ja.

00:17:49: Fünfzig Tiefe sind wir an unserer Grenze.

00:17:53: was dann die Durchlichtung angeht weil wir müssen auch überlegen das wenn wir Roman in Reihe bauen und haben links und rechts also an den Giebelseiten kein Fenster mehr zur Belichtung.

00:18:05: Also da war so bisschen die Schwierigkeit.

00:18:08: also fand ich

00:18:09: So als Hintergrund ist eigentlich dass die Abmessungen vom Gebäude relativ oder nicht relativ definiert waren ist, dass wir von der Aage das Typengebäude verwenden konnten.

00:18:21: Anhand des Gebäudes von der Arge werden seit vielen, vielen Jahren Braukosten analysiert und Entwicklungen im Baubereich.

00:18:29: Und wir hatten die Möglichkeit dieses Gebäude noch mal zu optimieren in Richtung einfaches Bauern also so, daß wir schon sage ich mal in diese Form gepresst waren und dann versucht haben auch ein Gebäudezuschaffen was wirklich vergleichbar ist zudem was in der Baupraxis realisiert oder gebaut wird.

00:18:49: Und das war dann natürlich genau der Punkt zu sagen, wir schaffen ein Gebäude, was diese ganzen Diskussionen, Erfahrungen, Impulse aus unserem Podcast, aus Gebäudetype E-Diskussion, dass wir das versuchen dort reinzulegen und dann einen Gebäuden zu schaffen, was da wirklich Baukosten spart, was Materialität spart also Ressourcen spart CO-Zweil minimiert,

00:19:13: etc.,

00:19:14: also so dass wir dann wirklich belegen konnten

00:19:16: oder wollten

00:19:17: was ein Torstbaum bewirken kann.

00:19:21: Vielleicht muss man das auch so sehen.

00:19:22: Das ist vielleicht ein Tückenhaus und es soll jetzt nicht ein Gebäude sein wo ein Baudreher kommt und sagt ich möchte das jetzt darum da gebaut bekommen sondern es geht eigentlich eher darum sich über diesen Prozess wieder nachzudenken.

00:19:38: wie plane ich ein gebäude?

00:19:40: Natürlich spielt immer der Genius Loki eine Rolle.

00:19:43: Wo stehe ich das hin, dass raus?

00:19:45: Wie ist es?

00:19:46: Aber das ist jetzt nicht ein Haus was sich als Fiebel benutzen kann und jetzt wird es so in Deutschland fünftausendmal gebaut.

00:19:53: Es geht eigentlich eher um den Prozess den wir halt in dieses Projekt reingesetzt haben so an die Aufgabe heran zu gehen als Architekt.

00:20:01: Das ist unsere Aufgabe als Architek.

00:20:04: Wir schmeißen die Skizze rein In diese Richtung gehts Und dann kommen die Fachplaner dazu, die in diesem Prozess eingreifen ihre Stellungnahmen geben und wir sozusagen das im Prozess des Erdenvorhofs überarbeiten.

00:20:19: Darüber muss sich der Bauträger bedeutend klar sein dass darin auch unsere Kosten also unsere Kosten als Architekten stehen.

00:20:25: aber es ist unsere Aufgabe das unsere Aufgabe sozusagen dieses dieses zu begleiten Die Idee zu haben wo geht's hin?

00:20:33: Wie du vorhin sagst, mit der Haustechnik.

00:20:35: Das ist einfach... Wir können ein Haus nicht bauen um die Haustechniker rum.

00:20:40: Sollen wir bauen einen Raum?

00:20:41: Wir bauen Räume und da muss sich die Haastechnik dann antassen.

00:20:46: Wir müssen sie nur in genügend Wissen bei welchen Folgen sind da und lassen müssen wir vernünftig einplanen.

00:20:53: Mehr geht es nicht.

00:20:54: Eigentlich ist das ganz einfach.

00:20:57: Alleinig ist es ganz einfach!

00:20:59: Sind wir wieder beim Thema.

00:21:01: eben sagt es ja mit den Landesbauordnungen, also für uns als Markenverbund.

00:21:04: Wir sind hier jetzt bundesweit tätig was halt auch wichtigen Gebäude zu haben das war unser Anspruch.

00:21:11: Was in allen Bundesländern funktioniert?

00:21:13: Was

00:21:13: anscheinend nicht

00:21:15: ganz so einmachbar ist.

00:21:16: Das wurde uns zunächst der Zahn gezogen, das schaffen wir nicht.

00:21:22: und auch bei der Arge die dann sagten so nee das geht gar nicht.

00:21:26: und das erfüllt mich die soziale Wohnraum Kriterien etc.

00:21:31: und Barrierefreiheit, was weiß ich?

00:21:34: Aber wir haben es geschafft noch.

00:21:36: Ja, da war ja eher das Problem, dass Schleswig-Holstein nur eins der Bundesländer ist die, sage ich mal, was die Barrierenfreiheit und so angeht eigentlich relativ wenig fordern.

00:21:50: also im Prinzip kann man nur das Erdgeschoss das hätte jetzt gereicht auch gar nicht unbedingt.

00:21:56: Eine rollstuhlgerechte Wohnung hätte auch nicht sein müssen, während wenn wir jetzt zum Beispiel Niedersatzen angucken.

00:22:04: Automatisch müssten dort eben alle barrierefrei sein und ab acht eben jeweils eine Rollstuhligrechte.

00:22:13: Und da stößt man dann natürlich oder das hat war ein bisschen Diskussion immerhin.

00:22:17: Die

00:22:19: würden ja auch kritisieren.

00:22:22: Man kann es eigentlich auch so sehen.

00:22:24: Wir sind jetzt ich glaube Wir haben vielleicht wiederholen sich irgendwie Zeiten, aber ich glaube vor hundert Jahren haben wir schon mal Wohnungsbauprobleme in Deutschland gehabt.

00:22:36: Da gab es hervorragende Architekten, die hervorragen Häuser gebaut haben und die heute noch stehen und die wir gerne angucken.

00:22:43: Wir müssen eine Architektur nicht neu empfinden.

00:22:46: Du guckst hin was schön ist, warum die Leute dort gerne wohnen?

00:22:50: Ich glaube keiner würde ... Bist du auch selber Architektern?

00:22:55: Ich glaube, wir würden alle gerne auch eine Wohnung in der Hofweisen-Sietung haben.

00:23:00: Es ist aber auch einfaches Bauen damals gewesen.

00:23:03: Das sind einfache Wohnungen, einfach... Aber wie wir einfach Bauen heißen und auch nicht dass wir immer nur quadratisch praktisch bauen müssen, sondern mein Lehrer war Hinrich Ballert zum Beispiel also der mit den Geschwunden bei Kronen Berlin.

00:23:16: Auch sowas ist mal gut.

00:23:19: Ob es jetzt sehr viel mehr kostet weiß ich gar nicht!

00:23:22: Ich weiß das nicht!

00:23:23: Das gibt's halt.

00:23:25: Absolut!

00:23:25: Also das ist ja sowieso ein Grundthema, was man abgrenzen muss, dass man eben einfach nicht mit schnell und billig verwechselt.

00:23:32: Die einfachste Lösung war früher schon im Studium so oder?

00:23:36: Der erste Entwurf, auf der man am Ende dann auch gemacht hat.

00:23:41: Aber man hat eben ganz viel getestet und gemacht.

00:23:43: Und die scheinbar simple Lösung am Ende, die da steht, da steckt ganz viel Arbeit und Zester hinter ihr habt es gerade schon angedeutet das sind ja auch Dinge.

00:23:52: also die sind auf politischer Ebene werden einem Hürden in den Weg gelegt aber auch auf planerisch erkonstruktiver sind.

00:23:58: Es sind ja viele Ebenen die man als Architekt bedenkt und macht.

00:24:02: Der Prozess, den stelle ich mir jetzt nicht einfach vor.

00:24:04: Er hatte im Prinzip einen gewissen Rahmen und musste dem so ein bisschen überarbeiten, weiterdenken... Wo waren denn die größten Reibungen?

00:24:12: Jetzt haben wir eine Stelle schon gerade so'n bisschen rausgehört.

00:24:15: Was war das der schwierigste Punkt um Einfachheit in diese Sache zu bringen?

00:24:19: Ich wollte noch auf Einsatz, den du ihm gesagt hast mit dem Entwerfen.

00:24:23: Entwärfen ist eigentlich Verwerfen!

00:24:25: Die Verwerfe fielen mehr als sich entwerft.

00:24:28: Da kann jeder Architekt an ihn

00:24:30: versichern.

00:24:32: Und das ist ja irgendwie das, was auch Spaß bringt.

00:24:34: Wenn man feststellt, oh ich bin da jetzt in die falsche Richtung und wird über Nacht zu denken wo ist eigentlich der Fehler?

00:24:42: Wo ist er eigentlich?

00:24:43: Irgendwas stimmt daran nicht!

00:24:45: Dann die Tür aufzumachen dahin.

00:24:47: Also gehört das Verwerfen wahrscheinlich zum Einfachbauen.

00:24:51: ziemlich dazu denke ich jetzt mal.

00:24:54: Ja und es ist auch so... Das habe ich eben schon gesagt wir bauen Räume Und ich glaube wir müssen ein bisschen in diesem ganzen Prozess mal wieder davon wegkommen, dass wir uns nur durch hübsche Visualisierung und Bilder blenden lassen.

00:25:11: Denn da steckt alles irgendwie was anderes hinter.

00:25:13: Weil wir Architekten sind nicht diejenigen, die dann diese schöne Visualisierung nur darin stellen sollen sondern wir sind dafür da das Gebäude ein Raum wird der auch in einem städtebaulichen Kontext ist und der auch sagen wir drin vernünftige Räume bietet.

00:25:30: Auch in der Ausbildung der Architekten sich da momentan ein ganz großes Manko.

00:25:37: Hatten wir auch schon unseren Folgen viel über die Ausbildung an sich geredet, da geht es natürlich los!

00:25:43: Lass uns jetzt mal so ein bisschen ins Detail gehen weil ihr seid wirklich ganz tief drin.

00:25:46: in diesem typen Haus.

00:25:49: fangen wir beim Tragwerk an.

00:25:50: also ihr habt tatsächlich die Wand-Querschnitte schonmal verschlangt.

00:25:55: Das ist schon mal ein wichtiger, guter Ansatz denke ich.

00:25:58: Die Frage ist, warum waren die vorher dicker angenommen?

00:26:03: Weil das immer schon zu blauen.

00:26:05: Genau.

00:26:06: Das

00:26:07: ist so eine Diskausschale, genau.

00:26:10: Da ist man wieder auf der sicheren Seite, war es Schallschutzklima.

00:26:14: Da macht sich keiner Gedanken drum, weil da weiß ja, dass funktioniert.

00:26:18: Wie seid ihr also vorgegangen?

00:26:19: Ihr habt das einfach noch mal hinterfragt und ihr habt es tatsächlich geschafft von vierundzwanzig Zentimeter auf fünfzehn Zentimeter.

00:26:26: Das ist eine ganz schöne Menge, wenn man sich das in einem Haus denkt an allen Vierseiten und weiteren Ecken... wie habt ihr das geschafft?

00:26:35: Wie habt ihr, wie seid ihr vorgegangene?

00:26:37: In dem wir waren einmal von der Industrie einen guten Packersplaner zur Seite gestellt bekommen hat, der uns einfach mal drauf hingewiesen hat.

00:26:45: Dass man das auch mit einem Fünftener Stein hinbekommt und nicht nur mit dem siebzen Fünfer.

00:26:50: Manchmal ist die Problematik darin auch in einer ausstellenden Firma weil manche arbeiten noch mit der Hand dann haben sie einen Siebzen-Fünfer da fünfzehnt, dann brauche ich irgendwie mein Kran, mit dem ich die Blöcke halt auf jeweiligen Ebenen schaffe.

00:27:04: Das ist auch da, da arbeitet jeder Firma wieder anders.

00:27:07: also natürlich schon erkennt es dass es ausreicht in den Wohnungsintrennwand, dass wir da auf Elf-Fünf gegangen sind oder beziehungsweise auch die Zehne.

00:27:15: Das hat natürlich dann auch wieder mittag Tag bei Planung was zu tun, welche Spannweiten kann ich?

00:27:20: In welche Spannenweite kann ich denn auch gehen?

00:27:22: und die Wohnungsstrennwand, die hatten wir gleich nachher aus, vierundzwanzig.

00:27:27: Und das hat natürlich etwas im Schalzschritt zu tun.

00:27:29: Wenn ich heute höre von so einem einigen Gutachtern, die sagen mal beigehen und sagen, Sie erwarten zweimal sieb zum Fünf als Wohnungstrennenwand, dann weiß ich nicht ob die das auch bezahlen wollen.

00:27:40: Spannend, was du ja gerade angesprochen hast ist auf jeden Fall der Austausch der unterschiedlichen Disziplinen.

00:27:44: Weil es gehören eben ganz viele Seiten dazu um solche Entscheidungen dann zu treffen.

00:27:49: Es gibt auch nicht immer ein richtig und falsch.

00:27:51: ich denke da ist manchmal dieses Maßhalten sehr wichtig.

00:27:56: Darf ich jetzt gar nichts mehr hören vom Nachbarn.

00:27:59: oder war das noch in Ordnung?

00:28:01: Wo fängt Luxus an?

00:28:03: Wo hört Komfort auf?

00:28:05: Also das sind alles diese Dinge.

00:28:06: aber das ist natürlich spannend einfach diese Frage zu stellen sie gestellt, ist diese Dicke überhaupt notwendig und anscheinend.

00:28:13: Habt ihr eine Antwort gefunden?

00:28:14: Die war ganz klar, nein es hier nicht!

00:28:16: Und das ist natürlich etwas was man immer so tun sollte.

00:28:20: Das andere daran war ja auch wirklich dann nochmal in Richtung Mindestschallschutz zu schauen.

00:28:25: funktioniert das dass wir jetzt nicht von dem erhöhten Schallschuss ausgehen aber dass wir dann wirklich sagen können mit einer Fünfzehnte Außenwand, Elbphilm war innen.

00:28:33: Wenn die Tragend ausgeführt werden und zwanziger Wohnungstrennungen können wir dieses die Anforderung erfüllen.

00:28:40: Und das halt mit einem Material was homogen ist, falls jetzt nicht nochmal extra aufbereitet werden muss oder optimiert werden muss um irgendwelche Schallschutzwerte zu erreichen sondern es ist ein Stein der genau das leistet.

00:28:54: Und dabei real reduziert und die Anfordrungen

00:28:57: erfüllt und

00:28:59: auch vertratmeter gewonnen.

00:29:03: Das ist ja so eine Kombi.

00:29:05: Da muss man sich überlegen, wenn ich jetzt im Wohnungsbau bin und ich habe noch nicht mal meinen Wohnungstrennwand aber meine Raumtrennenwände innerhalb der Wohnung und ich stelle sie jetzt als gibt es Kartonwand her hat natürlich schon irgendwie Vorteil angeblich.

00:29:20: Aber das hat bei jedem Nagel den ich jedes Mal wer ich dagegen hatte, dass irgendetwas cool ist.

00:29:27: Und ist das ein angenehmes Raum empfinden, wenn ich immer so gegen eine eher rudere Wandklopfe oder festes Material habe?

00:29:36: Wir haben ja in dem vorherigen Projekt mit Kalksandschein auch bewiesen, dass ich trotzdem eine Flexibilität schaffen kann.

00:29:43: Auch was den Ausbau angeht dann vielleicht von einer Wohnung, von einer normalen Wohnung überzugehen die barrierefrei- oder rollschulgerecht ist, kann ich ja auch vorsagen Hier oben den Sturz einfach auf eins Meter zehn schon plane, wo es anders unten erstmal ausmauern.

00:30:02: Und nachher bräuchten wir ein bisschen was weg zu nehmen und tun die größere Tür rein, die ich dann notwendig ist.

00:30:07: also das kann man ja vorwegplanen.

00:30:10: Ich denke Stichwort Mauerwerksraste, das erfordert natürlich eine gewisse Disziplin.

00:30:15: Aber es bringt natürlich auch eine Klarheit in den Entwurf und eine Logik.

00:30:20: Das ist ja nicht unbedingt was Verkehrtes und macht sich ein Haus ruhiger und den ganzen Entwurf am Ende vielleicht etwas einfacher wieder.

00:30:29: Es spannend war zum Beispiel die lichten Raumhöhen wo wir dann natürlich auch das Mauerwerkmaß nehmen.

00:30:35: Dann hat man das Maß der der durch die Decke und dann hat man den Fußbodenaufbau.

00:30:41: Und wir haben in diesem Fall ja nun ein Putz-Bau genommen oder WDVS, aber wenn ich jetzt drüber nachdenke dass ich jetzt außen auch noch einen Plinkerbauch habe, dann hab' ich von außen wieder das nächste Maß was eigentlich das wesentlichere Maß ist, die drei Meter oder welchen auf einen Stein reduziert.

00:30:58: vielleicht beim Wohnungsbau geht vielleicht noch, und das muss man denn ja übereinander bringen, die Matrix bauen komischerweise nicht hin.

00:31:07: Also dann musst du wieder in der Decke vielleicht stärker werden oder den Fußboden auch vorstärkern machen, oder doch sagen gut die Innenwände wären dann doch geschnitten oben oder so.

00:31:16: Das wäre ja die nächste Herausforderung.

00:31:18: Nicht nur im Grundriss zu arbeiten sondern auch im Schnitt zu arbeiten und da zu gucken wie sind da die Maße?

00:31:25: Oder die Dinge die angepasst werden müssen?

00:31:28: Nicola, du hattest gerade schon angedeutet.

00:31:30: Ihr habt tatsächlich ganz schön viele Kosten pro Quadratmeter eingeschmallt.

00:31:34: Ganz so ein Satz um was erzählen?

00:31:36: Das ist ja ein sehr relevantes Thema!

00:31:39: Also ich hab die Summen nicht im Kopf... Ich habe noch richtig viel geplant.

00:31:43: Von Treske-Kolstein genau sind es eine Tausend dreihundert Euro pro Quadrantmeter, den man einspart wenn man so baut wie ihr's geplant habt.

00:31:56: und ich glaube das Entscheidende war auch, dass wir quasi das Gebäude wie so ein Auto betrachtet haben.

00:32:02: Also es gibt eine Basisausstattung.

00:32:05: Das leistet und man kann sehr gut drin wohnen mit einer hohen Wohnqualität dabei.

00:32:10: Und wenn es dann an Landesbauordnung oder Anforderungen angepasst werden soll, dann kann man halt bei KRONE vorsetzen.

00:32:17: Man kann einen auslinenden Aufzug vorsetzen ist alles vorgedacht, vorgeplant also sodass man anderen Version kommt.

00:32:27: Und wir haben,

00:32:29: wenn man

00:32:30: Urbanegebiete nimmt also ein Städtebereich.

00:32:33: selbst wenn wir das Gebäude in der Stadt so realisieren mit Aufzug und einem was wir noch vorgesehen haben was man optional ergänzen kann liegen wir glaube ich immer noch bei dreihundert Euro pro Quadratmeter unter den Baupraxiskosten.

00:32:49: Also von daher ist es schon ein Wort was war da ja erreichen

00:32:54: definitiv.

00:32:56: Ihr habt tatsächlich auch auf das Kellergeschoss verzichtet.

00:33:00: Wie ersetzt man denn einen Keller, ohne dass den Bewohner ihnen etwas fehlt?

00:33:05: Also der Keller ist ja bekanntlich irgendwie eines der teuersten Ebenen.

00:33:10: Das war eigentlich mit die Herausforderungen wie kriege ich im Prinzip mindestens sechs Quadratmeter Abstellfläche in den Wohnungen unter?

00:33:20: Ohne da sich eigentlich wieder ein Zimmer verliere also sinnvoll Stau Raum und auf Fläche vorsehen in Form von auch mal Strangtnischen, Garderobe-Waschmaschine.

00:33:34: Dass sie eben nicht einfach nur so da steht.

00:33:37: was uns eigentlich grundsätzlich immer wichtig ist wenn ich in eine Wohnung reinkomme dass sich dort auch gleich Garderober und Abschnittraum für Schuhe hat.

00:33:45: gerade dann wir für Familienplanen

00:33:48: also.

00:33:49: erst hatten wir anders gedacht es ins Dachgeschwass oder Staffelgeschwoss zu packen.

00:33:53: Das hat sich dann aber im Laufe der Zeit, weil wir auch die Vorgabe hatten mindestens so und so viel Wohnungen hinzukriegen.

00:34:00: Das war ja die nächste Herausforderung.

00:34:02: Haben wir das irgendwie hingekriegt?

00:34:04: Dass wir in die Wohnung gekriegt haben ohne dass man das Gefühl hatte... Also ich habe zumindest nicht das Gefühl, dass es den Wohnungen jetzt geschadet hat, dass dort sechs Quadratmeter Abstellraum sind.

00:34:19: Und bei den Wohnungen habt ihr ja tatsächlich nicht nur Minimum erreicht, sondern seit über das Ergebnis hinaus geschossen ist in zwei Wohnungen mehr entstanden.

00:34:29: Ja je nachdem wie man es aufteilt wir haben sie auch so flexibel vorgesehen dass wir praktisch die mittlere Wohnung immer anteilig den äußeren Wohnungen zuschlagen können.

00:34:39: Das war ja auf der Grundgedanke, dass das Haus eben auch flexibel anpassbar ist oder eben ab einem gewissen Geschoss wegen Anleiterbarkeit sozusagen grundsätzlich die Wohnungen zusammengelegt sind, damit man hinten Feuerwehraufwahrt spart.

00:34:54: Abstandfläche spart was ja wieder Folgen für die Grundstücksgröße auch hat wenn ich das finden nicht brauche.

00:35:01: Das war mit Barrierefreiheit dann natürlich schon etwas

00:35:05: in

00:35:05: der mittleren Wohnung etwas

00:35:10: schwierig.

00:35:11: Faktor dort im Entwerfen ist eigentlich, dass wenn man bei Wohnungsbau ist, machen wir die Frage stellen wie erschließt sich das Haus?

00:35:18: Wie viele Wohnungen will ich aus dem Treppenhaus erschließen und wie sind nicht gestaltigt dieses Treppenhaus.

00:35:24: Wird mal sagen, das ist die erste grundsätzliche Frage weil darüber kriege ich dann heraus wie viel was ich da an Restfläche für die Wohnung übrig habe ist bei uns auch in allen anderen Wohnungsentwürfen immer wieder anders.

00:35:41: Das ist immer wieder Anders, weil wir immer wieder merken das Haus muss von dort erschlossen werden.

00:35:47: Wir haben jetzt diesem Typus diesen Typus und wir versuchen eigentlich immer das Treppenhaus sagen mal mit auf zur knapp über zwanzig zu haben die Grundfläche vom knapp über Zwanzig Zu Haben.

00:36:02: Denn dann rechnet sich das wirklich so dass dieses Verhältnis von Grundfläche oder BGF zur Wohnfläche.

00:36:10: Wir an die siebenundsiebzig herankommen, in sieben und siebzig achten, siebzehn Prozent.

00:36:14: Das ist ja so unsere Maß, wo wir in der Kalkulation am Anfang mit sind.

00:36:18: Meistens kommen wir dann ein bisschen rüber durch die Balkonflächen, Terrassenflächen und sowas.

00:36:23: Aber wie gesagt das Treppenhaus und dann ergibt sich das eigentlich.

00:36:26: Und das sinnvoll zu machen.

00:36:29: Ein weiteres sehr großes Thema im Bereich des Einfachen bei uns ist ja die Technik.

00:36:34: Wie seid ihr damit umgegangen?

00:36:36: Weil der Technik sind wir umgegangen, dass wir ja halt jemand aus der Industrie kennen mit dem wir einfach mal drüber gesprochen haben.

00:36:44: Wir haben da sehr guten Kontakt zu jemanden und er hat zwar ein paar Sachen aufgeklärt wie das mit ...

00:36:49: Was ich vorhin schon sagte mit der Trinkwasserhygiene-Leitung, mit der Zirkulationsleitung was können wir dort... Wie können wir damit umgehen?

00:36:57: Dass wir uns das alle sparen.

00:37:00: kurze Wege eben von der Frischwasserstation zur Küche und zum Bad.

00:37:06: Da kam eben dann aus der Industrie auch der Vorschlag, wir können die Frischwasserstation im Bad in der Vorwand-Installation verhaften und müssen sie nicht irgendwo extra hinhängen.

00:37:16: In Abstellraum, weil dann haben wir schon wieder das Problem mit den längeren Leitungen.

00:37:21: Und wer sagt denn dass nicht über dem WC die Wand praktisch Raum hoch ist?

00:37:26: Und dahinter sich die Frishwaterstation befindet.

00:37:30: Und das fanden wir ziemlich gut und theoretisch kann man sich das in Modulbauweise vorfertigen lassen.

00:37:39: Und da unsere Bädertypen eigentlich alle gleich sind, bis auf die Rollstuhl gerechnet werden welche kämen, kann man halt sozusagen seriäl dort auch dran gehen.

00:37:49: dann hat man schon mal er hat uns das vorgerechnet von den Grundsatzkosten alleine für diese Insalationswand im Bad hätte man schon wahnsinnig viel einsparen können, weil man nicht zwei Gewerke braucht.

00:38:04: Ist es vorher alles abgenommen?

00:38:06: Ist das standardisiert?

00:38:08: Theoretisch wird das Ding nur noch von irgendwelchen Möbelpackern an den Ort gebracht und nicht mehr von teuren Installation Firmen.

00:38:18: Und ja... Das war für uns irgendwie nachher ein ziemlich ziemlich wichtig, dass wir das so umsetzen wollten und dass es funktioniert.

00:38:26: Wir haben jetzt gehört, ihr habt weniger Materials verwendet, wir haben insgesamt eine kompakte Rekubatur, wir habe kein Keller

00:38:32: etc.,

00:38:33: Vorfertigung.

00:38:35: Das sind rund achtzehn Prozent weniger CO² in der Primärkonstruktion.

00:38:40: heißt das im ausgearbeiteten Dokument, das ist ne ganze Menge, ist also einfaches Bauen damit auch eigentlich wieder das ehrlichere Klimaargument als Diskussion über Materialproduktwahl und die Art, wie wir bauen.

00:38:52: Wie seht ihr das?

00:38:54: Also ich glaube, wir reden auch ganz stark über diese materialgerechte Bauen.

00:39:00: also welches Material ist perfekt für diese Bauaufgabe geeignet sowohl unter ökonomischen als auch ökologischen Aspekten?

00:39:10: Und wenn man dann noch das ganze Thema der Vereinfachung mit rein nimmt Dann haben wieder einen gewaltigen Hebel den wir jetzt schon in der Planung berücksichtigen können.

00:39:19: Also alle Gebäude, die gebaut werden, können schon CO₂-Reduzierter gebaut werden wenn man halt diese Gedanken, die in den Typengebäude sitzen

00:39:29: ja

00:39:29: wirklich in der planung auch berücksichtigt wären bei der Ausführung und da liegt glaube ich ganz viel mehr Wert drin.

00:39:36: und wenn man dann noch das Thema Robustheit hinzunimmt.

00:39:40: also gerade wenn wir über bezahlbares Wohnen reden brauchen wir robuste Gebäuden auch was vertragen, wo dann öfter mal ein Nagel reingehauen wird oder umgebohrt wird.

00:39:51: Oder vielleicht auch nicht ganz Astralien mit dem Wohnraum umgegangen werden.

00:39:57: Also da braucht man diese Robotszeit und Langlebigkeit und das muss alles grundsätzlich

00:40:03: werden.".

00:40:03: Ist

00:40:04: das Typmahaus wie ihr es jetzt entwickelt habt der Beweis dass einfaches Bauen innerhalb der aktuellen Regeln möglich ist ohne jegliche zusätzliche Erweiterung?

00:40:16: Also möglich war es eigentlich schon immer.

00:40:19: Ich brauche kein neues Regelwerk, das ist einfach, ich nanne es mal Fleisch und versuche mal nicht bei achtzehn Prozent aufzuhören zu denken.

00:40:27: Das heißt ein bisschen weiterzugehen aber das versuchen wir halt.

00:40:31: also wird das Regelwerk.

00:40:32: gibt es eigentlich das vor?

00:40:34: Ich brauch doch nicht irgendwie jetzt weniger Regelwerk oder

00:40:38: mehr Regelwerk.

00:40:44: Letztendlich ist es einfach ein Machen.

00:40:46: Ein Machenenton, ein Mache und die richtigen Leute zur Seite zu bekommen mit denen das auch zu machen.

00:40:57: Also wie gesagt den Mut haben loszulegen und dann vielleicht springen andere auch in das Boot ein und gehen den Weg mit.

00:41:06: Andere gehen andere Wege und das gibt nicht ein richtig jetzt.

00:41:12: Das wollen wir auch alle gar nicht haben, dafür sind wir viel zu demokratisch.

00:41:16: Wir wollen alle mehrere Meinungen haben.

00:41:20: Also

00:41:21: ich würde mal so sagen es wäre glaube ich gut wenn die Landesbauordnung sich mal wieder mehr auf ein Standard oder sich da mehr angleichen und das nicht so extrem auseinander klafft mit den Vorgaben mit den Auflagen und so weiter.

00:41:42: Also da finde ich schon, da könnte die Politik mal ansetzen und sich Gedanken machen.

00:41:50: was ich glaube ist dass aber die Schwierigkeit eher darin besteht das die Gesellschaft sich an einen hohen Standard als Regelstandard gewöhnt hat weil er halt bauen solange kostengünstig war.

00:42:08: Und da sehe ich eher die Schwierigkeit, die Gesellschaft wieder abzuholen.

00:42:14: Dass das nicht der Regelstandard ist an was sie sich gewöhnt haben und was sie im Kopf haben.

00:42:21: Wenn wir im hochwertigen Luxusbau sind dann ist das ja eine ganz andere Sache.

00:42:29: aber es geht ja darum den... Ich sag jetzt mal normalen Wohnungsbau.

00:42:35: Das ist für mich nicht nur sozial, sondern das geht für mich höher.

00:42:39: Auf.

00:42:39: jeder Einfamilienhausbauer kann sich das momentan nicht mehr leisten.

00:42:45: Da muss aber in den Köpfen der Gesellschaft was passieren und da muss finde ich vielmehr dran gearbeitet werden als jetzt rum zu diskutieren in der Politik.

00:42:53: Was machen wir zur Schnellschüsse?

00:42:57: Mir fehlt auch

00:42:57: noch

00:42:57: eine andere Sache.

00:42:59: die hat einer unserer Traker standen.

00:43:01: unserer Professorin aus Berlin kommt, da hat sie den Spaß gemacht in den neunziger Jahren bei der ersten Wärmschutzverordnung mal auszurechnen wie viel Energie das kostet von vierzehn auf sechzehn Zentimeter Wärmedämmung und diese Jahre man braucht damit es effizient ist.

00:43:21: Und das ging irgendwie an die hundert Jahre ran.

00:43:25: so Da stellt man sich natürlich die Frau für den Neu-Din hier nochmal.

00:43:28: Sechzehnt und beachtzig, bei zwanzig.

00:43:30: Wir sollen das Haus immer wärmer werden, dass wir dort weniger Energie ... Aber das was wir in die Produktion reinstecken um das erst mal herzustellen, die müssen wir auch erstmal schaffen!

00:43:41: Und da heißt es auch einen Umdenken wieder.

00:43:45: Ich meine ich muss im Winter wenn er kalt ist kann ich auch mal ein Polofa anziehen und nur... und ich habe trotzdem meine zwanzige, zwanziger... Also es sind Umdenkungen in der Gesellschaft und nicht irgendwie nur auf Luxus.

00:43:55: Zweite ist das hat Nikola eben auch schon gesagt, wir müssen irgendwie gucken.

00:43:59: Wir haben jetzt hier einen Prototyp gebaut und man darf sich jetzt nicht vorstellen dass es jetzt der Prototypen und dem baue ich und dann brauche ich den so in Serie sondern das ist immer ein Unikat bauen sind wir immer im Unikat und wir sind nicht im Fahrzeugbau wo ich irgendwie erst mal fünfhundert Modelle bauen, bevor irgendwie das erste irgendwie in die Verapplikation geht und auch verkauft wird.

00:44:23: Das ist hier beim Bauen was anderes.

00:44:25: Wir wären nicht irgendwie erstmal ... Habt das Glück gehabt mal irgendwie einen Büroraum so zu erst einmal ein eins zu eins bauen zu dürfen, bevor wir den dann in einem anderen Bürogebäude dann gebaut haben.

00:44:38: aber es ist ja eigentlich die Ausnahme.

00:44:40: Das hat hier oben was mit dem Kopf zu tun.

00:44:42: Und so müssen wir auch die Bauträger und die Nutzer daran gehen, es sind Unikate.

00:44:49: Da kann es Fehler geben.

00:44:52: Niemand macht sie absichtlich!

00:44:54: Die Idee jetzt im Prinzip mit dem typen Gebäude ist ja genau darauf ein bisschen zu reagieren dass das eben kein Einzelentwurf sein soll sondern wirklich einen ein übertragbarer Bezugsrahmen, also eine sehr schöne Idee finde ich.

00:45:09: Und ja eben auch gleichzeitig so einfach das Statement Gutes Einfaches Bauen innerhalb des bestehenden Rahmenwerkes ist möglich und man gibt damit im Prinzip etwas an die Hand.

00:45:20: Peter wie werdet ihr da das jetzt verbreiten?

00:45:23: oder wie kann der Zuhörer, der daran interessiert ist, auch darauf zurückgreifen?

00:45:29: Bevor ich das beantworte mir geht die ganze Zeit noch ein Gedanke in den Kopf.

00:45:34: Als wir erst einmal zusammen saßen und über das Gebäude gesprochen haben, haben wir gesagt Wir können uns vorstellen Vereinfachungen in jahrelaster Trag, Wände verschlangen werden usw.

00:45:45: Und dann hast du gesagt Das ist ja genau das was wir auch früher gelehrt bekommen haben.

00:45:50: Also dass so zu diesen In welchen Rahmen planen wir oder realisieren wir?

00:45:56: Es ist alles möglich und wenn wir es aufschaffen das ist das was Du sagtest vielleicht auch wieder ein bisschen mehr von den Anforderungen runterzugehen, wobei die einen Deutschland immer noch sehr hoch sind.

00:46:06: Wenn man an den Schallschutz denkt also ein Mindestschallschuss ist immer noch hervorragend Man muss es halt ja gucken welches Material passt.

00:46:14: mit Kalk Sandstein haben wir halt den großen Vorteil dass Wir diese Anforderungen sehr gut leisten können.

00:46:20: über die Eigenschaften des Materials in Verbindung auch Ja was zu ihm sagt das mit WDVS.

00:46:27: klar ist WDFS umstritten aber Es gibt auch Dämmstoffe, die halt ökologisch

00:46:32: absolut

00:46:33: einwandfrei sind.

00:46:34: oder wenn man auch in die Richtung geht.

00:46:36: Man kann ja auch mit Stroh oder Algen oder was ist alles?

00:46:38: Ja!

00:46:39: Man kann es ja kombinieren.

00:46:40: Wir sind hier nicht auf einem Material, das zu Recht umstritten ist.

00:46:45: Da sind wir nicht darauf angewiesen und das ist halt extrem wichtig dass wir uns glaube ich wieder stärker mit den Möglichkeiten der Materialitäten befassen und das dann im Bezug auf die Bauaufgabe, was geleistet werden soll wie wir das Typengebäude vermarkten werden.

00:47:03: Also wir planen jetzt, oder wir haben einen mit der Aage,

00:47:09: weil die Aage hat

00:47:10: sogar ein Mitteilungsblatt entwickelt dass es zum Download geht wo wirklich die Baukosten und die CO-Zweihreinsparung etc.

00:47:19: beschrieben wird analysiert wird Wir haben einen White Paper wo wir unsere Gedanken zur Planung dann auch zum Download anbieten.

00:47:28: wirklich so als Ja, nicht als Bauanleitung wie es ja auch rausgekommen ist sondern mehr so als Kompass für die Ideen die dahinter stecken.

00:47:37: Genau und ansonsten werden wir das natürlich über die klassischen Formate mit Social Media etc.

00:47:43: in die Welt tragen.

00:47:44: Also es ist definitiv so gedacht, dass da alle dran teilhaben können und das ist glaube ich eben auch das Wichtige.

00:47:50: Wir reden immer davon man braucht Haltung und Mut aber es ist natürlich hier am Tisch vielleicht gleich gesagt für die Planer und Planerinnen die das tun und umsetzen müssen immer unter einem gewissen Kosten- und Zeitdruck.

00:48:02: Ist das natürlich auch schwierig?

00:48:04: Und insofern sind solche Initiativen sehr wertvoll, dass man einfach da gucken kann.

00:48:09: was gibt es schon?

00:48:10: wer hat sich die Gedanken schon gemacht und wir auch nicht immer wieder bei null anfangen?

00:48:13: weil Haben wir gerade gehört, jedes Haus ist ein Motortyp.

00:48:16: Es ist sowieso schon kompliziert genügend.

00:48:19: Also wir werden auch versuchen, hatte ich mir Peter auch schon vorgesprochen dass wir in einem unserer nächsten Projekte die wir haben uns einfach zum Kalklandschein begleiten lassen.

00:48:32: das ist einfach gucken.

00:48:34: Wir haben da so einige Wohnungsbauprojekte in der Zukunft In der Planung und ob der eine oder andere Bau her bereit wäre sozusagen da mitzugehen, sich begleiten zu lassen.

00:48:48: Es ist in den letzten zwanzig Jahren oder dreißig Jahren vielleicht nicht alles verkehrt gelaufen in der Architektur Geschichte.

00:48:57: Manche sind wirklich wunderbar aber wir befinden uns hier immer noch nur im Wohnungsbau.

00:49:05: und wer darf bitte noch sollte irgendwie bezahlbar sein?

00:49:13: neues Theater mal gönnen oder so, das kann irgendwie vielleicht ein bisschen extrawandganter sein.

00:49:20: Aber Grundsätzlich bleibt Wohnungsbau.

00:49:24: Ja, da möchte ich auch noch einmal zu dem Wohnungsbauch.

00:49:27: Uns ist eigentlich immer ganz wichtig wie eine Wohnung auffunktioniert.

00:49:31: Da haben wir bisher nur über die Abstellräume gesprochen.

00:49:34: und die Installation.

00:49:37: Wir versuchen eigentlich, in Erwohnungen zu schaffen wo im Prinzip die Schlafzimmer einen eigenen Bereich

00:49:44: bilden

00:49:45: und sozusagen der ich sag mal öffentliche Bereich also Küche Wohnzimmer S-Zimmer sozusagen ein bisschen separierter ist.

00:49:56: Und

00:49:56: gerade das finde ich auch wichtig.

00:49:58: also mal zu sagen denkt auch bitte über die Strukturen nach weil nur dann hat ein Bau auch eine Gültigkeit vielleicht noch in fünfzig oder hundert Jahren, weil er nicht funktioniert.

00:50:11: Und das Gleiche ist mit wo stelle ich den Kleiderschrank und das Bett hin?

00:50:15: Wir surfen ja auch gerne mal über die mobilen Anzeigenseiten und gucken uns da angebotene Wohnungen im Neubau an und fallen leider also auch im Luxusbau oft hintenüber wenn wir die Räume sehen.

00:50:32: Und das finde ich ist eigentlich eine größere Unverschämtheit,

00:50:35: den

00:50:36: Käufern oder den Nutzern gegenüber.

00:50:39: Irgendwann ein großer Kollege nachkriegte Zeit nachte das mal diende und nicht diente Räume.

00:50:47: Genau.

00:50:48: Und genau geht es eigentlich darum mehr in der Architektur.

00:50:51: diese dienen Räumen so zu platzieren dass sie eigentlich Skelettbord und alles drum herum kann irgendwie dann freigeschaltet werden.

00:51:01: Wir versuchen immer Wohnungen, wenn wir mit Bauträgern arbeiten.

00:51:06: Dann wird man natürlich irgendwie das Badezimmer und das Schlafzimmer muss funktionieren.

00:51:16: Und der Rest der Wohnung sollte eigentlich so freigestaltet sein dass jemand sagen kann jetzt habe ich da noch kurzig Quadratmeter Ich möchte gerne noch ein Zimmer mehr haben oder zwei Zimmer mehr, ich habe dann dafür nur eine kleine Wohnzüge.

00:51:30: Also dass man auch den späteren Nutzer sozusagen mit einlädt selber noch teil zu haben.

00:51:37: Oder so wie das die Berliner Kollegen gemacht haben, die eigentlich nur den erweiterten Rohbau hergestellt haben und der Innenausbau denn unterschiedliche Anforderungen haben.

00:51:47: also ob ich dann nur Budget habe oder selbst was kann in einem Haus möglich sein?

00:51:53: Da sind wir aber dann schon wieder dabei, dass wir dann Kollegen haben oder es sind ja keine Kollegen, ob das wir dann einen Markt haben wo der Markler da steht und sagt sowas lässt sich nicht vermarkten.

00:52:05: Natürlich lässt sich so was vermachen.

00:52:07: Nicht so einfach wie das, was da so Stand hat Danis mit denen haben wir natürlich auch wieder zu tun und die uns dann erzählen was Architektur ist.

00:52:18: also manchmal Zweifelmandat in dem Mandat, was ich erfahre und jeder von euch sagt.

00:52:24: Aber da einen guten Markler zu bekommen ist manchmal auch schwer!

00:52:28: Das ist ja auf jeden Fall ein sehr interessanter Aspekt.

00:52:31: Was sind eigentlich die Erwartungen des Marktes, aber auch wie agieren wir?

00:52:35: Also da finde ich schön hat Denis Kulavoyen auch schon angedeutet.

00:52:39: Ich finde es ist jetzt eigentlich fast ein schöner Schlusssatz.

00:52:42: Es ist einerseits die Verantwortung, die wir tragen weil ehrlicherweise vieles von dem was wir jetzt besprochen haben wir im Studium gelernt.

00:52:49: Ja das ist nichts Neues und man fragt sich schon manchmal warum Warum sind wir eigentlich so abgetrifft?

00:52:54: Da hängen natürlich ganz, ganz viele Faktoren dran.

00:52:56: Es ist nicht so einfach wie es jetzt vielleicht hier zeichnen am Tisch.

00:53:01: Aber das eine die Verantwortung von uns Planern und auch allen, die da noch mit daran beteiligt sind.

00:53:09: Und das andere aber dann eben auch ein bisschen die Sicht der Gesellschaft, warum lassen sich solche Wohnungen nicht vermarkeln?

00:53:15: Ist es nur der Markler oder ist es vielleicht eben auch der Nutzer?

00:53:19: Also muss man vielleicht einfach wieder ein bisschen anders die Debatte führen... Was ist die optimale Wohnung?

00:53:24: Ich glaube nicht, dass jeder sagt.

00:53:25: Die Neubauwohnungen auf dem Markt sind alle ideal.

00:53:28: also ich glaube schon das es da noch sehr viele Wünsche und Bedürfnisse gibt, die nicht abgedeckt werden.

00:53:33: vielleicht eine Idee.

00:53:34: Partizipativer denken vielleicht ist es wirklich.

00:53:37: Also fand ich jetzt bei eurem Tippenhaus auch sehr spannend.

00:53:41: Es gibt eine Grundausstattung eben und dann redet man über die weiteren Dinge.

00:53:46: kann man flexibel dran mit integrieren und einbauen oder eben auch nicht Und damit hat man dann auch eine gewisse Kostenstaffelung am Ende, die vielleicht funktioniert.

00:53:56: Also insofern ich will jetzt gar nicht alle Gedanken aufgreifen, die ihr so eingebracht habt!

00:54:00: Wir reden schon ganz schön lange und wir können jetzt wahrscheinlich noch ganz lang weiterreden aber... Wir haben nun sehr konkret über ein Haus gesprochen das Typenhaus Einfaches bauen.

00:54:11: Neben unseren drei Gesprächspartnern von gerade war ein weiterer Akteur im Projekt Ich habe es am Anfang schon genannt die Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen, deren Referenzgebäude den Ausgangspunkt für alles bildete.

00:54:25: Und genau dort möchte ich noch einmal ansetzen und mit Prof.

00:54:28: Dietmar Wahlberg Ihrem Geschäftsführer sprechen.

00:54:32: Denn die Frage ob einfaches Bauten wirklich günstiger ist lässt sich nicht am Einzelfall entscheiden denke ich sondern nur an Zahlen – und kaum jemand wahrscheinlich kennt die Bauquosten im deutschen Wohnungsbau so genau wie er!

00:54:46: Denn er erhebt seit Jahren, was Bauen in Deutschland tatsächlich kostet.

00:54:52: Er war Mitglied der Bauchostensenkungskommission des Bundes und hat den Schleswig-Hohlsteinischen Regelstandard erleichtertes Bauen maßgeblich mitentwickelt.

00:55:03: Herr Prof.

00:55:04: Wahlberg schön dass Sie sich die Zeit nehmen.

00:55:06: herzlich willkommen!

00:55:07: Ja guten Morgen Frau Podgüter.

00:55:09: schön das wir miteinander sprechen können.

00:55:12: Vielleicht Ganz kurz für unsere Zuhörer.

00:55:15: können Sie einmal kurz beschreiben, was die Arge eigentlich so macht.

00:55:19: Denn ich habe davon Bauforschungseinrichtungen bis anerkanntes Rationalisierungsinstitut des Landes und noch weiter bis zum Bau-Institut für den Wohnungsbau alles gelesen.

00:55:30: also ich glaube ganz schön viel.

00:55:31: vielleicht können sie es mal kurz beschrieben.

00:55:34: Also ganz kurz, wir sind vor achtzig Jahren gegründet worden als das Land die große Herausforderung hatte überhaupt wieder aufgebaut zu werden.

00:55:41: Millionen Wohnungen fehlten und es gab noch andere Einrichtungen in anderen Bundesländern.

00:55:47: der Unterschiede zu denen ist dass sie abgewickelt wurden und wir sind noch da Und das ist ja das zweite was Sie rausgefunden haben Wir sind Rationalisierungsinstitut geworden als in den siebzigerjahren Die gleiche Frage gestellt wurde wie wir heute auch stellen Wie baut man einfacher rationaleller?

00:56:04: Und was für ein Zusammenhang gibt es eigentlich zwischen Fläche, Kubatur, Raum, Volumen und so weiter?

00:56:10: Der damalige Bundeswohnungsbauminister hieß Hans-Jochen Vogel.

00:56:13: Da erinnert sich der eine oder andere vielleicht nicht mehr daran – das war neunzigzehntseinundsiebzig – und der schrieb einen Erlass und das war der Rationalisierungserlass.

00:56:21: Seitdem sind wir Wohnungsbauinstitut.

00:56:24: Das heißt dieses Thema treibt uns tatsächlich seit achtzig Jahren um und das ist der Kernauftrag, das irgendwie in die Realität umzusetzen.

00:56:34: Das ist sehr besonders, glaube ich.

00:56:35: So lange schon da am Ball zu sein.

00:56:38: und seit diesen vielen Jahren erheben Sie wirklich was das Bauen in Deutschland kostet nicht was es kosten sollte sondern sie erhebend da wirklich Zahlen ganz konkret auf die wir gleich noch eingehen können.

00:56:50: wenn sie auf diese Zahlen schauen was treibt die Kurve heute denn am meisten?

00:56:56: Und was davon mündet eigentlich in wirklichen Mehrwerten?

00:57:01: Ich will noch mal kurz voranschicken, dass wir das auch nicht sozusagen aus eigenem Antrieb und reiner Forschungsinteresse machen.

00:57:09: Sondern wir sind Teil von Subventionen.

00:57:12: Also wir sind Teile des Hauptsäure im Wohlraumförderung.

00:57:15: Das heißt unser Auftrag ist, dass Wir genau hinschauen für wie viel Geld bekomme ich was?

00:57:20: Welchen Standard, welche Qualität, welchen Wohnwert um genau zu beziffern.

00:57:24: Wie viel Geld muss ich sozusagen in das Projekt reinstecken, um eben einen bestimmten Effekt zu erzielen?

00:57:30: Das ist der Hintergrund und hat sich auch im Grunde nicht geändert.

00:57:34: nur steht genau an dieser Stelle auch schon die Antwort in Teilen auf ihre Frage Der momentane Antrieb oder wie soll ich sagen der Sockel unseres Kosten Problems sind die Standards und Ansprüche Und die sind angewachsen und wir haben das Vermögen eingebüßt, einzuschätzen.

00:57:56: Also wenn ich sage wie, dann meine ich Deutschland auch als Gesamtheit was die Definition von Standards und Ansprüchen für Auswirkungen auf die Kosten im Wohnungsbau haben.

00:58:06: Und da setzte schon sehr früh ein, da setzt es im Grunde in den Achtziger, Neunziger Jahren ein, als dieses Land sich aus dem Wohnungsbauch verabschiedet hat nicht?

00:58:13: Da gab's eine andere Politik in Bonn damals noch.

00:58:19: Der soziale Wohnungsbau wurde im Grunde beerdigt und man stieg aus der Wohnungsgemeinnützigkeit aus, das sind alles Themen die sind für viele Menschen Historie.

00:58:29: aber das ist genau die Last die wir jetzt tragen weil das muss mal wieder aufarbeiten.

00:58:33: Und jetzt stehen wir eben davor vor diesem aufgewachsenen Problem dass Normen Verordnungen Vorschriften aber eben natürlich aus denen erwachsen Nutzeransprüche bekommen sind, die das Bauen nahezu unmöglich gemacht haben.

00:58:50: Das ist sozusagen die grobe Umschreibung unseres Problems.

00:58:55: Und die Kosten liegen ja auch in den Rohstoffpreisen im technischen Ausbau.

00:59:01: Also da gibt es eine Zahl, die muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen seit dem Jahr zweitausend ist der technische Ausbau über dreihundertfünfzig Prozent teurer geworden.

00:59:10: Wahnsinn!

00:59:11: Der Rohbau im Vergleich nur muss man ja schon fast sagen gut hundert Prozent.

00:59:16: Woran liegt das?

00:59:18: Wo sehen Sie die Gründe und wie ist die Aussicht?

00:59:21: Naja, also das hat jetzt wieder verschiedene Dimensionen.

00:59:24: Es ist tatsächlich übrigens so die dreihundertfünfzig Prozent sind schon fast wie der Geschichte.

00:59:28: Wir haben allein in den letzten zwei Quartalen wieder einen enormen Auftrieb erlebt.

00:59:33: und wenn man sich ein bisschen mit Statistik auskennt, das sind sogenannte Indexpunkte d. h., also wenn man es plakativer formuliert, hat sich der gesamte technische Ausbau, Heizung, Lüftung, Sanitär, Elektro innerhalb der letzten fünfundzwanzig Jahre verfünffacht in den Kosten dramatisch.

00:59:51: Und das hat eine ganze Reihe von Gründen, die natürlich auch mit Materialpreissteigerungen und mit Rohmaterialien zu tun haben.

00:59:59: Großteil unserer Haustechnik ist zwar mittlerweile High-Tech aber trotzdem besteht noch vieles zum Beispiel aus Metall Und Metallpreise haben sich auf dem Weltmarkt ganz rapide entwickelt, anders als die Mineralstoffbranche.

01:00:15: Das ist ein Teil davon.

01:00:16: aber der andere Teil der Wahrheit ist auch dass wir unsere Gebäude technisch viel zu komplex konstruiert haben und immer mehr auch sozusagen an Notwendigkeit des Bauens in die Technik reingewandert sind.

01:00:30: das hat diesen ganzen Teil des Gebäudes überproportional teuer werden lassen

01:00:35: Absolut.

01:00:35: Sie haben sogar mal in einem Artikel von einer katastrophalen Schockstarre gesprochen bezüglich des Wohnungsbaus in Deutschland, das ist vielleicht nochmal eine extreme Äußerung zu dem was sie jetzt gerade eigentlich schon beschrieben haben.

01:00:51: wie kommen wir denn da wieder raus?

01:00:53: Sie haben gerade schon beschreiben dass es eigentlich ein Problem ist was sich schon über lange Zeit dahin entwickelt hat.

01:00:59: wo sehen die Lösungsansätze?

01:01:01: Die Schockstarre ist ja sozusagen in zweierlei Hinsicht.

01:01:04: Die Schocksstarre bezieht sich vor allen Dingen auf die Akteure.

01:01:08: Akteüre heißt, in dem Fall Investoren, Bauträger, Wohnungsunternehmen, die man auch Bestandshalter nennt weil sie eben nicht weiter veräußern sondern die Wohnung als Vermieter in ihrem Bestand halten stehen alle vor dem gleichen Dilemma dass Sie selbst letztlich verursacht haben und das hat wieder mit den Standards zu tun.

01:01:26: In den letzten Jahrzehnten hat man immer mehr sozusagen Sicherheit eingebaut.

01:01:31: Das ist nicht nur staatlich induziert, also über Normen und Vorschriften.

01:01:35: Sondern das ist auch der Vorstellung geschuldet, dass am Ende derjenige, der in die Wohnung einzieht, nicht unglücklich werden soll.

01:01:42: Und wer unglücklich wird, wird böse.

01:01:43: Wenn er böse wird, geht er vor Gericht.

01:01:45: Und vor gericht streitet er dann mit Juristen gegen uns Techniker, Architekten, Ingenieure und Fachleute um die Frage was schuldet denn eigentlich wer?

01:01:54: Und das ist völlig aus dem Ruder gelaufen.

01:01:56: Das hat zu der Schockstare geführt dass jeder eben immer möglichst viel tun konnte, jetzt aber es nicht mehr tun kann weil es nicht finanzierbar ist.

01:02:04: Und der andere Teil der Schockstarre, der bezieht sich auf den Wohnungsmarkt und wir haben ihn noch anders übersetzt auch.

01:02:11: Wir haben gesagt alles ist eingefroren.

01:02:13: Weil in den Wohnungen im Bestand, in denen übrigens die Miete gar nicht so dramatisch hoch ist wie manche tun.

01:02:19: In den Bestandsmieten ist Deutschland relativ untramatisch und genau deshalb haben wir ein Problem weil keiner zieht aus seiner Wohnung aus auch wenn er möglicherweise woanders eine haben könnte die günstiger kleiner oder wie auch immer weil bei günstig gibt es gar nichts.

01:02:34: alles im Neubau ist viel zu teuer und das heißt die in der Bestandswohnung bleiben drinnen die eine Wohnung dringend suchen kriegen keine wirklich eine Eiszeit versetzt.

01:02:44: Also Schockstarre und Eiszeit, das sind eigentlich die beiden Begriffe, die die Bausituation in den Wohnungsmarkt im Moment in Deutschland am besten

01:02:51: umschreiben.".

01:02:54: Jetzt gibt es ja aktuell schon relativ viele Bestrebungen da auch dran anzusetzen.

01:02:59: Stichwort Mindeststandards-und Normen – da läuft gerade in Deutschland relativ viel.

01:03:05: Wo sehen Sie denn dass wir an geltenden Normen und Mindestanforderungen ansetzen müssen?

01:03:11: um günstiger bauen zu können.

01:03:14: Also zum einen mal mit einem Vorurteil aufräumen, was Normen anbelangt die von vielen Fachleuten als viel zu üppig und viel zu vielfältig empfunden werden, was auch richtig ist.

01:03:28: da geistern dann dramatische Zahlen, zwanzigtausend Normen und ich weiß nie was.

01:03:32: alles Das ist irgendwie richtig, aber auch falsch.

01:03:36: Weil tatsächlich mal genau gesagt gibt es im Baubereich etwa siebentausend neunhundert Normen.

01:03:41: das ist nicht wenig Aber die allergrößte Zahl dieser Normen interessiert die meisten gar nicht weil da sind Herstellungsnormen also zum Beispiel auf Kalk-Sanstein bezogen.

01:03:51: Es ist glaube ich die Diener hundert fünf oder sowas.

01:03:53: das ist also schlicht die Norm Die regelt wie in Kalk Sanstein entwickelt wird.

01:03:56: das muss aber keinen interessieren der baut dass ist für die Industrie interessant und das könnte man jetzt für hunderte und tausende andere auch reflektieren, in Wirklichkeit gelten nur die Normen, die wirklich gesetzlich eingeführt sind.

01:04:09: Nicht das tun die Länder, dass tut man wenn man ein Gesetz erlasst auf Bundesebene und zitiert einer Norm und das sind dramatisch weniger nicht?

01:04:17: Und die allerdings haben wir da in diesen Normen auch in den Mindest.

01:04:22: es gibt ja bei den meisten Normen unterschiedliche sozusagen Standards.

01:04:26: Die Schallschutznorm definiert einen Mindeststandard und dann definiert sie einen gehobenen Standard Aber es baut niemand mehr den Mindeststandard.

01:04:34: Alle haben den gewohnten Standard gebaut, um eben was ich eben schon erzählt habe sicher zu gehen dass am Ende niemand unglücklich ist und möglicherweise sein Nachbarn hört.

01:04:43: Sein Nachbar hört er aber trotzdem wenn er die Boombox anzieht und das hat nichts mit mindestens einen Höchstschall Schutz zu tun.

01:04:49: Trotzdem haben wir den Höchste Schall Schutz gebaut und das genau können wir uns nicht mehr leisten.

01:04:52: also es geht um die eine Frage Was kosten Normen?

01:04:56: Das muss man sehr sachlich und unabhängig beurteilen.

01:05:00: Und die andere Frage ist, wie legen wir Normen aus?

01:05:03: Da reicht das unserer Sicht, dass man die Normen, die in Deutschland gelten immer ausreichend auf dem Mindest – wir nennen auch optimierten – Bestand sozusagen auslegt und schon haben wir eigentlich genügend eingespart um günstlich bauen zu können.

01:05:19: Das ist die Idee, die dem Einfachen oder wie wir es nennen erleichterten Bauen zugrunde liegt

01:05:24: Und Sie haben es ja tatsächlich geschafft, dass sie mit diesem Regelstandard erleichtertes Bauen auf bis zu twenty-fünf Prozent geringere Herstellungskosten kommen.

01:05:35: Obwohl sie gar nicht die Schallschutz

01:05:38: etc.,

01:05:38: also diese ganzen unantastbare Norm werden nicht angetastet.

01:05:42: Wie haben Sie das geschafft?

01:05:44: Naja in dem wir... Wir haben einen Beteiligungsverfahren auf Landesebene gestartet Unter anderem deshalb, weil wir der Überzeugung sind und das zeigt eigentlich auch die Erfahrung, dass man regional schneller ist als wenn wir versuchen auf Bundesebene etwas zu lösen.

01:06:03: Das meine ich auch nicht böse sondern auf Bund müssen ganz andere Ebenen beteiligt werden.

01:06:08: Sechzehn Länder müssen beteilicht werden.

01:06:10: Manche Sachen sind in jedem Land etwas unterschiedlich ausgelegt.

01:06:13: da ist man schneller auf regionaler Ebene Und das haben wir aufwachsen getan.

01:06:17: Wir haben erst mit dem Baugewerbe und unserer Landesregierung begonnen, dann kamen die Architekten, die Ingenieure dazu.

01:06:24: Die Wohnungswirtschaft und zwar in der ganzen Breite den privaten, den genossenschaftlichen, den kommunalen wie auch immer.

01:06:33: Dann kam die Industrie dazu und dann haben wir uns mit Richtern zusammengesetzt.

01:06:37: Richtern an unserem Oberlandesgericht und haben ihnen gesagt was auf?

01:06:40: Wenn wir uns verständigen dass wir alle gemeinsam finden in diesem Land das wir uns auf Standards verständigt Die etwas von der Norm abweichend, die außerhalb gilt.

01:06:48: Nicht von der norm, die definiert ist sondern von dem was erwartet wird indem wir sagen Wir deklinieren alles eine stufe runter und bauen gerade so das was möglich ist und sagen Das sind die von uns anerkannten regeln der technik könntet ihr dann auf dieser grundlage urteile?

01:07:03: Und haben diese Richter gesagt, ja das könnten wir.

01:07:06: Weil bisher urteilen wir im Einzelfall auf der Basis eines Sachverständigen, der sagt da herrscht ein Mangel vor weil jemand nicht den geobenen Schaltzutz gebaut hat ohne mal zu hinterfragen ob der überhaupt sinnvoll ist.

01:07:17: Übrigens genau dieses... Dieses Urteil in der letzten Jahrzehnte wurde vom Bundesgerichtshof vor Kurzem tatsächlich gescholten, was ja sehr selten das Richter sich untereinander schälte und der Bundesgerichte war gesagt.

01:07:30: Diese gesamte diese Urteile der letzten Jahre sind aus dem Ruder gelaufen.

01:07:34: da hat man immer weiter hochgesumed sozusagen die Standards.

01:07:37: uns hat keiner wirklich hinterfragt ob das was da geurteilt ist was sinnvoll ist.

01:07:41: Das war die Grundlage für unseren Stand.

01:07:43: dann haben wir den festgeschrieben haben ihn sozusagen alle unterschrieben.

01:07:48: Und unterschrieben heißt, wir haben einfach einen Schichten-Mitteilungsblatt rausgebracht.

01:07:53: Dann haben wir den Marktempfohlen und zum ersten September im Monatsschaf vor zwei Jahren verpflichtend für die soziale Wohnraumförderung erklärt.

01:08:09: Und das war zum ersten Mal eine Definition einer Obergrenze.

01:08:12: Das hat es bisher nie gegeben, da haben wir immer gefördert und wenn etwas mehr entstanden ist an Qualitäten, dann hat man eben das mitgefördert oder auch nicht wie auch immer.

01:08:20: Jetzt haben wir zum ersten mal gesagt ein Deckel drauf.

01:08:22: Zum anderen darf man nicht missverstehen die soziale Wohnraumförderung in Schleswig-Holstein hat einen Unterschied zu den meisten anderen Bundesländern eine andere Tragweite.

01:08:33: Wir haben einen Zweckvermögen, mehrere Milliarden im Umlauf und wir fördern derzeit mehr als achtzig Prozent aller Bauvorhaben in Schleswig-Holstein, also die nicht ein und zwei Familienhäuser sind.

01:08:44: Und in diesen Bauvorhaben werden ja immer nur einen Teil gefördert.

01:08:47: Und das ist genau das Spannende.

01:08:49: Die anderen Wohnungen, die da entstehen, die nicht sozial gefördert sind, sind frei finanziert, werden aber natürlich nach dem gleichen Standard gebaut.

01:08:56: Das heißt der freie Markt bekommt natürlich den gleichen Standard.

01:09:00: und das ist dann die Blaupause, die sagt du lieber Bauunternehmer kannst du deinem privaten Auftraggeber gehen und kannst sagen, guck dir das mal an was da entsteht.

01:09:10: Das ist Mindestschallschutz ist aber für dich völlig ausreichend nicht?

01:09:14: Es wird dich immer noch glücklich machen.

01:09:16: Nicht weil alles andere spürst du sowieso nicht Aber du wirst viel mehr Geld dafür ausgeben.

01:09:21: Und dann kann er eben sagen siehst Du dass es gebaute Praxis funktioniert und das ist sozusagen also die das ist Die Formel die wir gefunden haben die in der Praxis eben auch trägt.

01:09:35: Also sehr, sehr spannend.

01:09:36: Sie sprechen ja jetzt immer genau für den regionalen Bereich Schleswig-Holstein aber so läuft es ja in Deutschland.

01:09:42: Es gibt da sehr viele regionale Initiativen gerade eigentlich in allen Bundesländern und da haben sie vermutlich recht dass das eben in diesem Maßstab auch erst mal besser ist zu starten, um dann vielleicht auch bundeseinheitlich da etwas anzusetzen was ja auch geplant ist.

01:09:59: Sehr spannend fand ich jetzt dass sie im Prinzip hinten so ein bisschen das Pferd von hinten aufgezäumt haben nämlich als erstes mit den Richtern gesprochen.

01:10:05: Das hatten wir schon in einer Podcastfolge auch und Sie haben es vorhin auch angesprochen diese Vollkaskomentalität, ich weiß am Ende wenn der Nutzer eben unzufrieden ist oder wer auch immer in dieser langen Kette dann geht es vor Gericht und immer dieses Sicherheitsbedürfnis zu haben.

01:10:22: Was gilt dort?

01:10:23: Und was ist da dann?

01:10:25: Status quo das... katapultiert uns ein bisschen in diese Überfrachtung und Übererfüllungen der Normen vielleicht.

01:10:33: Und deswegen ist das natürlich, finde ich jetzt ein sehr interessanter Rückschluss zu sagen, dass sind im Prinzip die Richter sind die mit denen wir einfach als allererstes auch gesprochen haben was dann die Grundlage für das weitere Vorgehen war.

01:10:45: Und dann sagten sie Sie haben im Prinzip sogar den Regelstandard verpflichtend für den sozialen fördert Wohnungsbau Eingeführt, dafür vermute ich hatten sie eine sehr engen Schulterschluss mit der Politik natürlich auch.

01:10:59: Ja ja wir sind ja nahestelle zur Politik, der uns insofern das leicht fällt umzusetzen weil wir haben eine etwas besondere Situation in Schleswig-Holstein.

01:11:09: Wir also erstens sage dich ja bereits wir haben noch einen Zweckvermögen das haben die anderen Bundesländer alle nicht mehr oder jedenfalls ein nicht so abgesichertes und zum andern sind wir bei jedem Projekt direkt beteiligt.

01:11:22: Das heißt, jedes Projekt was in diesem Lande gefördert wird, das läuft direkt über unsere Tische.

01:11:26: Die Tische unserer Mitarbeiter hier und wir geben es dann zur Förderung frei.

01:11:31: Und wir sagen dass ist in Ordnung und dann evaluieren wir es.

01:11:34: Das ist die andere Besonderheit.

01:11:36: Also wir stoppen nicht sozusagen am grünen Tisch und dann lassen wir das Ganze irgendwie laufen, sondern in dem Moment wo das Projekt startet und gebaut wird sind wir weiter am Ball bis hin zur Abnahme.

01:11:48: Und wissen um die Effekte, wissen um den tatsächlichen Kosten, wissen auch um die Schwierigkeiten möglicherweise.

01:11:54: Wir wissen sehr genau was dort entsteht und das reporten wir regelmäßig wie gesagt seit achtzig Jahren wenn es uns einmal im Jahr gegenüber der Politik und diese Schnittstelle funktioniert eben einfach nur in einem kleinen Land.

01:12:08: Ich hätte ja den Wunsch, dass so eine ähnliche Schnittstelle in Berlin jetzt endlich auch... bei Normenfolgenkosten entsteht.

01:12:16: Das ist ja ein Beschluss der Baukostensenkungskommission, die haben Sie auch schon zitiert.

01:12:21: Die hat nur vor elf Jahren getagt und unser Bericht ist von damals und der bunter zehn Jahre oder fast elf Jahre jetzt gebraucht um das mal umzusetzen, dass man die Folgen von Normungen eben unabhängig begutachtet.

01:12:34: und das stelle ich mir so ähnlich vor wie wir das in Thysiolstein machen.

01:12:37: also ich möchte es nicht machen in Berlin aber andere können das machen Aber man sieht, wie schwierig das ist und wie viel schneller man auf Landesebene ist.

01:12:47: Sehr schönes Beispiel!

01:12:50: Lassen Sie uns noch einmal kurz zum Typengebäude kommen?

01:12:55: Tatsächlich war es ja so dass die Entwicklung des Typengebäudes auf Grundlage eines Referenz-Gebäudes aus der Arge entstanden ist.

01:13:03: Dieses Referenzgebäude war der Ausgangspunkt, man hatte nicht bei Null gestartet.

01:13:07: Was nehmen Sie denn aus diesem Prozess mit?

01:13:09: Sie waren ja da voll mit eingebunden.

01:13:12: Und was brachte das Referenzgebäude vielleicht mit und was hat sich dann noch weiterentwickelt, was waren so die besondersten Momente für sie?

01:13:20: Das Referenz-Gebäude, was wir verwenden ist auch aus Empirie entstanden.

01:13:26: Das heißt es ist das Gebäude was im Medien in Deutschland im Geschosswohnungsbau für den Mietwohnungspau errichtet wird.

01:13:35: Also das ist sozusagen nicht nur einfach ein Gebäude, auf dem ich eben etwas ablaste sondern es zeigt nicht nur den Mediaren, sondern letztlich auch die Mehrheit der Gebäuden entstehen und das ist insofern wichtig dass wir es brauchen, um nicht Äpfel mit Birnen zu vergleichen.

01:13:51: Wir werden häufig mit Kostenvergleichen konfrontiert wo sie dann eben was weiß ich ein Gebäude mit zweihundertfünfzig Wohnungen und eine Tiefgarage vergleiche mit einem mit fünf Wohnungen ohne Keller und wundere die Kosten unterschiedlich nicht.

01:14:05: das muss man durch eine Referenzierung also in der Abstraktion auf einer einerliche Vergleichsbasis brechen und dafür ist das Referenzgebäude gedacht.

01:14:15: Das zeigt zum anderen, dass man auch häufig wird, wenn wir mit Politik diskutieren.

01:14:21: Es geht z.B.

01:14:22: um Bauarten die ja auch ihre Berechtigung haben wie z. B. serielles oder modulares Bauern, die natürlich bei einem Projekt wo ich wirklich dreihundert, vierhundert Wohnungen baue eine ganz andere Berechtigung haben als diesen Durchnitzgebäude mit zwölf Wohneinheiten.

01:14:40: Relativ uninteressant ist, ob das Modular oder CL gebaut ist.

01:14:43: Das wird eher dann viel teurer werden und da muss man zeigen wo der Wert dieses Referenzgebäudes liegt.

01:14:51: Und er ist vor allen Dingen für die mineralische Branche so spannend und das ist eben auch Kalk Sandstein eben auch der Fall.

01:14:59: bei genau von diesen Gebäuden entsteht die überwiegende Zahl eben genau in den Konstruktionen zum Beispiel aus Karl-Sanstein.

01:15:06: Das ist genau sozusagen der Schwerpunkt des Wohnungsbaus und das ist der Schwertpunkt des mineralischen Bauerns, und deswegen macht es Sinn darauf runterzubrechen und das hat sich auch an diesem Prozess gezeigt.

01:15:21: Kalk-Sanstein hat ja an der Stelle auch nochmal so ein paar andere Sachen mit untersucht, auch Nachhaltigkeitsbewertung und so weiter.

01:15:29: Also das ist ja auch hochinteressant und natürlich macht es dann immer wieder Sinn die dann raus entstehen in Kosten aufwenden

01:15:35: usw.,

01:15:36: alles was entsteht immer wieder auf dieses Gebäude zu reflektieren weil dann kann ich's vergleichen Wenn ich jetzt also ein anderes Gebäude nehmen würde, was irgendwo in der Realität dann entsteht.

01:15:46: Was eben aus dreißigvierzig Wohneinheiten entsteht, dann kann ich es mit entsprechenden Zu- oder Abschlagsfaktoren vergleichen.

01:15:54: Da kauft man dann günstiger ein weil das ist größer nicht.

01:15:58: und aber ich habe eine Grundlage das zu bewerten.

01:16:04: Wir finden es gut, dass die mineralische Branche, da gehört Kalksernstein zu.

01:16:09: Aber auch die anderen Steinhersteller durchaus auch eben jetzt alle dieses Gebäude verwenden und dann kann man sich gegenseitig auch benchmarken.

01:16:17: Dann macht das Sinn.

01:16:19: Das hat jeder seine Vor- und Nachteile.

01:16:22: Ja, schön.

01:16:22: Und wichtig ist ja denke ich jetzt das es zu einem Typ wird oder dass es wirklich dann eine Referenz gibt, dass sich das nutze als Wissen und dass es eben kein Leuchtturm bleibt sondern wirklich eine Bezugsgröße ist und ich diese für all meine Prozessschritte eben heranziehen kann.

01:16:42: wie schafft man das denn jetzt auch wirklich in die Breite zu bringen?

01:16:47: Na ja, also im Idealfall sind es Planungshilfen.

01:16:50: Die man anheim stellt ist auf die Fachöffentlichkeit gedacht.

01:16:55: In dem Architektenplaner-Bauträger reinschauen und sagen, was muss ich eigentlich tun?

01:17:00: In welcher Größenordnung liegen die Konstruktionen?

01:17:02: Was für ein Gewinn habe ich auch zum Beispiel durch Flächeneinsparung.

01:17:07: Das ist nicht zu unterschätzen.

01:17:10: Es geht ja bei diesen Untersuchungen nicht nur um die Verwendung von Material und Erziehung von energetischen Kennwerten sondern es geht ja auch um Optimierung von Tragwerksplanungen Und das ist auf der einen Seite die übrigens mit einer unglaublich hohen ökologischen Wirkung auch verbundene Reduktion von Material, also sprich weniger Mauerwerk bedeutet weniger Erzeugungsaufwand.

01:17:36: Also weniger graue Energie oder graue Emission.

01:17:39: Das ist viel spannenderer Klimaschutz als mehr Dämmung davor zu klatschen.

01:17:43: Das ist eigentlich genau eher das Gegenteil.

01:17:45: nicht aber auf der anderen Seite.

01:17:47: und dass es da spannende ist auch immer Flächen gewinnen.

01:17:50: Also wenn ich Gebäude miteinander vergleiche, die im Zweifel von außen immer genau vorgegeben sind.

01:17:56: Die Außenmaße sind v.a.

01:17:59: im städtischen Bauen nicht.

01:18:00: Da haben sie keinen Platz irgendwie zu bauen.

01:18:03: da ist rechts ein Gebäud, links ein Gebärde vorne haben Sie eine Baulinie und hinten vielleicht auch noch und darin entsteht das Gebäuden.

01:18:09: Und da spielt es schon eine Rolle wie dick sind die Wände?

01:18:12: Übrigens auch, wie dick sind die Decken?

01:18:14: mal so nebenbei.

01:18:15: Aber mehr schlanke Konstruktion nicht einbauen, desto mehr Flächen gewinne habe ich.

01:18:23: und das ist ein wohnungswirtschaftlicher Vorteil der sich nicht nur in Investitionskosten auswirkt sondern auf dauerhafte Vermietung.

01:18:34: mehr Wohnfläche auf Achtzig Jahre, das kann sich mal ausrechnen.

01:18:39: Das sind Zehntausende von Euro an Barwert gewinnen und das sind die wirklich, die Effekte, die zielen.

01:18:46: Und wenn man das verinnerlicht dann zeigt es sozusagen wie viel Geld man verschwendet hat in den letzten Jahrzehnten indem er uns nicht getan hat.

01:18:56: Wie ist denn Ihr Blick auf die Entwicklung der Branche?

01:18:59: Wir haben schon darüber gesprochen, es gibt ganz viele verschiedene Ansätze auch lokale in Deutschland.

01:19:05: Sind Sie optimistisch, dass sich wieder ein besseres Maß einpendelt im Bauen?

01:19:11: Ich bin immer optimist.

01:19:13: Also wenn ich hier optimistischer wäre würde ich nicht hier friedlich morgens um sie morgen beim Schreibtisch sitzen und über das Bauen und Wohnen an sich nachdenken sondern jetzt bin ich ein Kernoptimist.

01:19:23: Und ich habe den Eindruck und das ist ja nicht, ich bin ja keiner... In Teilen guckt man natürlich immer von aus.

01:19:31: Ich bin ja kein Hersteller aber ich kenne die Herstelle wir sind ja in einem permanenten Dialog miteinander dass die Branche unglaublich beweglich ist Also noch viel mehr als vor Jahren.

01:19:44: Das ist natürlich auch der Druck dahinter, nicht?

01:19:48: In Zeiten wo man gut verkauft kann das Gehirn auf Stand beigeschaltet werden.

01:19:53: aber wenn der Druck da ist dann zwingt es also Innovationen entsteht nicht so ohne was sondern da muss irgendwie von außen Induktion erfolgen und die ist da Und die stelle ich gerade in einer Mineralchenbranche fest und das macht mich optimistisch.

01:20:11: Die Wohnungsunternehmen, mit denen wir zumindest zu tun haben und die Bauträger sind viel beweglicher geworden.

01:20:18: In der Politik auf Länderebene ist das der Fall bei uns in Schleswig-Holstein sowieso aber auch mit den Ländern, mit dem wir intensiv zusammenarbeiten.

01:20:25: Hamburg gehört da ganz vorn dazu aber auch Bremen.

01:20:28: In Teilen Niedersachsen und mit den Bayern sind wir sowieso im guten Austausch.

01:20:32: die bayerische Forschung die ein bisschen anders ansetzt mit dem einfacher Bauen, wo das Gebäude der Gebäudetieb E eigentlich ursprünglich herkommt.

01:20:40: Die noch ein bisschen mehr auf Experiment und so setzen.

01:20:42: aber das ist auch hochspannend.

01:20:43: also da ist überall sehr viel Bewegung drinne.

01:20:46: in Berlin ist noch ein bischen Luft nach oben wenn man dass mal so ganz pauschal sagen kann.

01:20:51: Aber auch da habe ich die Hoffnung noch nie aufgegeben

01:20:55: Und da hat es ja auch was mit dem Druck, den Sie gerade ansprachen vielleicht zu tun.

01:20:58: Der entsteht jetzt eben auf Länderebene an ganz vielen verschiedenen Orten und das ist sehr toll und das freut mich auch.

01:21:05: Das ist ein sehr, sehr positives Schlusswort, was sie hier nennen.

01:21:08: Vielleicht wollen Sie noch eine Sache den Akteuren mitgeben die alle beteiligt sind?

01:21:13: Sie haben die vorhin auch als sehr wichtigen Part in dieser ganzen einfach Bauen Geschichte genannt.

01:21:19: gibt es da etwas, was Sie mitgeben möchten?

01:21:23: Ja, ich vielleicht noch so eine Kernbotschaft die mir immer wichtig ist.

01:21:28: Es gibt keine guten und schlechten Baustoffe.

01:21:31: es gibt Baustau für die zum jeweiligen Zweck der Anwendung ihr Optimum haben und sie möchten vernünftig angewendet werden.

01:21:39: deswegen finde Ich immer wir werden manchmal auch konfrontiert mit der Mit der Überlegungen naja Wir bauen zwar alles aus dem Mauerwerk, aber dann bauen wir halt was aus etwas ganz anderem und dann sparen wir super viel Geld usw.

01:21:54: Also liebe Leute denkt erstmal drüber nach wie ihr mit dem was ihr habt günstiger auskommt!

01:21:59: Weil die Branche selbst ist ja sowieso auch gezwungen und da auch richtigerweise sich selbst zu optimieren.

01:22:06: Die gesamten Hersteller sind auf einer Decarbonisierungsstrategie ausgelegt, die heißt wie günstig und wie vor allen Dingen CO² neutral produzieren wir künftig?

01:22:17: Die Baustoffe das müssen alle tun!

01:22:19: Und insofern immer erst mal mit dem denken und optimieren was man hat bevor man auf die Idee kommt es durch etwas anderes zu ersetzen weil Wenn es das andere gäbe, dann wäre's schon längst da.

01:22:32: Weil die Branche handelt nicht unvernünftig, nicht?

01:22:34: Die Branche Handelt zwar insofern mal unvernümpftig als dass sie in den letzten Jahrzehnten sozusagen alles überoptimiert hat aber sie handelt im Bezug auf Verwendung von Material und so ist der naheliegende Gedanke erst mal mit dem operieren was man hat das zu optimieren und dann ist man schon wirklich glaube ich.

01:22:53: also wissen wir auf einem guten fahrt

01:22:57: Und vielleicht auch manchmal von dem Lernen, was wir schon hatten und vielleicht nicht mehr.

01:23:03: Ja unbedingt!

01:23:04: Also ganz ehrlich deswegen gar nicht mit neunzer zweieinhalbzig gesagt.

01:23:06: Also gucken Sie in die Rationalisierungsvorhiebe von neunzarzeihundseitig und sagen Sie mir eine Seite, die nicht mehr gilt?

01:23:11: Das ist alles schon da gewesen.

01:23:13: Ist das alles schon dargewiesen und aus diesen Erfahrungen kann man lernen.

01:23:17: Toller Impuls.

01:23:18: Vielen Dank Herr Prof.

01:23:20: Wahlberg für diese sehr interessanten Aspekte.

01:23:24: Ja gern geschehen Frau Portgüter.

01:23:25: Vielen Dank für all diese verschiedenen Einblicke, vielen Dank für diese Arbeit am Typenhaus.

01:23:31: Ich bin jedenfalls sehr gespannt auf das was ihr dann dazu auch rausgebt.

01:23:35: Auch an euch Peter, vielen dank an KIS Original überhaupt dass wir hier sitzen dürfen!

01:23:40: An der Stelle mal, dass ihr das vom seit fünf Jahren hier betreut.

01:23:44: Das ist toll, mir macht es auch Spaß und genau.

01:23:47: also wir sind gespannt auf was da noch kommt.

01:23:50: Ihr werdet das teilen?

01:23:51: Wir verlinken natürlich alles in den Show Notes Und ansonsten ist schön, dass ihr dabei wart.

01:23:57: Liebe Zuhörer und Zuhöhrerinnen abonniert gerne unseren Kanal, lasst uns auch einen Kommentar da und erzählt uns vielleicht wo würdet ihr denn als erstes einfacher bauen?

01:24:07: Da kommen bestimmt dem ein oder anderen Architekten und Planenden gerade ganz viele Gedanken.

01:24:13: also insofern vielen Dank fürs zuhören und bis zur nächsten Folge von Simplicity einfach bauen!

Über diesen Podcast

Was bedeutet es, „einfach“ zu bauen? Wieso ist es so wichtig, den gesamten Lebenszyklus – von der Entwurfsplanung über den Gebäudebetrieb bis zum Rückbau – zu vereinfachen? Und geht das überhaupt, wenn Normen, unterschiedliche Anforderungen und wirtschaftliche Interessen scheinbar immer größeren Einfluss auf das eigentliche Bauen haben? Rebekka Pottgüter (Head of Communications bei HPP Architekten) ist überzeugt: Die Forderung „Macht das Bauen einfacher!“ ist mit Blick auf eine nachhaltige Zukunftsgestaltung wichtiger denn je. Im Gespräch mit ExpertInnen aus allen Bereichen des Bauens ergründet sie Haltungen, Vorstellungen und Lösungsvorschläge.

„Simplicity – Einfach bauen“ ist der Podcast, der mit Unterstützung von KS-Original, dem Markenverbund mittelständischer Kalksandsteinhersteller, untersucht, wie die Baukultur sich ohne Qualitätsverlust von den komplexen Rahmenbedingungen unserer Gesellschaft befreien und einfacher und damit nachhaltiger bauen kann.

von und mit KS-Original

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